Die Firth-of-Tay-Brücke

Online seit dem 28.12.2010, Bibelstellen: Psalm 68,20

Schottland am 28.12.1879. Es ist früh dunkel geworden an diesem Abend. Graue Wolken jagen über den Himmel. Seit dem Nachmittag tobt und heult ein Orkan über die Mündung des Tays. Er singt in den Masten der Schiffe und in den eisernen Streben der mächtigen Eisenbahnbrücke, die über 3 Kilometer lang ist und auf stolzen 86 Stahlpfeilern ruht. Der Brückenwärter lauscht schaudernd hinaus in die entfesselten Elemente. Da fährt der Zug von Edinburgh nach Dundee vorbei. Der Wärter steht auf und schaut aus dem Fenster. Ein ohrenbetäubendes Krachen. Plötzlich sind die Schlusslichter des Zuges auf der Brücke nicht mehr zu sehen. Helle Blitze zucken. Der Bahnwärter reißt seine Jacke vom Haken und rennt nach draußen. Vorsichtig tastet er sich vorwärts, hinaus auf die Brücke, Schritt um Schritt und – mit einem Mal steht er vor gähnender Leere. Die Brücke ist eingestürzt und hat den Zug mit 75 Personen in die Tiefe gerissen. Es gibt keine Überlebenden.

Die spätere Untersuchung zeigt: Die Firth-of-Tay-Brücke war der doppelten Belastung nicht gewachsen. Der Orkan mit seinen immensen Kräften und das Gewicht des Zuges waren zusammen zu viel.

Erleben wir nicht manchmal ähnliches? Da wird einem Schüler mitten im Zensurenendstress noch eine zeitaufwändige Hausarbeit aufgedrückt. Oder ein kranker Mensch bekommt noch ein neues Leiden dazu. Arbeitslosigkeit oder Scheidung in der Familie. Belastungen, die oft so schwer werden, dass sie nicht mehr zu tragen sind. Man bricht darunter zusammen. Gibt es keinen Ausweg? Doch. Der Herr Jesus weiß, wie es dir zumute ist. Du kannst deinen Kummer, deine Lasten und vor allem auch deine Schuldenlast zu ihm bringen. Jesus nimmt dir die Last deiner Schuld ab und er hilft dir, deine Lasten zu tragen. Er ist bei dir, tröstet dich und gibt dir Kraft. Probier es aus!

[Tagestext – aus dem Kalender „Kompass 2011“. Ein Kalender für junge Leute. Erhältlich beim CSV, www.csv-verlag.de]