Gedanken zur Taufe

Online seit dem 22.06.2011, Bibelstellen: Apostelgeschichte 2,41; 8,12; 10,48

Wer sollte getauft werden?

Die, die das Evangelium gehört und angenommen haben. Die Reihenfolge ist: hören, glauben, taufen: Apg 2,41; 8,12; 8,35–39; 10,44–48; 16,14.15.32.33; 18,8; 19,5.

Es ist in der Schrift davon die Rede, das „Häuser“ (also alle, die zu einem Haushalt gehören) getauft werden. Das sind Kornelius (Apg 10,48), Lydia (16,15), der Gefängniswärter in Philippi (16,33), Krispus (18,8) und Stephanas (1. Kor 1,16; 16,15). Aber nirgends wird gesagt, dass noch nicht gläubige kleine Kinder getauft wurden. Bei dem Gefängniswärter lesen wir vielmehr, dass das ganze Haus die Freude des Heils erlebte (Apg 16,34).

Wann sollte getauft werden? 

Direkt nachdem jemand zum Glauben gekommen ist. Die Praxis der Christen in der Apostelgeschichte macht das klar. Siehe Apg 2,38; 8,12.38; 9,10; 10,47; 16,15.33; 19,5. In Apostelgeschichte 22,16 finden wir die so berechtigte Frage in diesem Zusammenhang: „Was zögerst du? Steh auf, lass dich taufen.“

Die Taufe ist ein Begräbnis (Rö 6,4). Wenn jemand gestorben ist, wird er bald zu Grabe getragen. Im geistlichen Bereich sollte es nicht anders sein.

Wie sollte getauft werden?

Durch Untertauchen. Das sehen wir bei dem Kämmerer aus Äthiopien (Apg 8). Das Wort, das im Grundtext für „taufen“ verwendet wird, macht das auch schon klar. Es ist ein Wort, das für das Untergehen eines Schiffes gebraucht wurde. Ein Schiff versinkt nicht in ein paar Tropfen Wasser - es geht um „Untertauchen“.

Wie oft sollte jemand getauft werden?

Genau einmal im Leben. Man sollte sich nicht noch einmal taufen lassen, wenn man lehrmäßige Veränderungen vornimmt und die Gemeinde „wechselt“: Die Taufe hat es mit dem Reich Gottes zu tun. Und im Reich Gottes ist man, solange man sich zu Christus bekennt. Das hat nichts damit zu tun, dass man die Gemeindestunden da oder dort besucht.

Wer sollte taufen?

Es wird in der Schrift keine besondere Gruppe genannt. Jeder, der im Reich Gottes ist, kann es tun. Manche überlassen es vielleicht anderen, damit nicht ein falscher Eindruck ensteht. So hat es der Apostel Paulus getan (1. Kor 1,13.14).

Gerrid Setzer