Psalm 3

Online seit dem 02.07.2011, Bibelstellen: Psalm 3

Von dem Herrn ist die Rettung. (Psalm 3,9)

In unserem Leben können uns Dinge entgegen sein. Es kann manchmal so anders laufen, als wir uns das vorgestellt haben. So war es auch bei David. Er, der König Israels, war doch der Mann nach Gottes Herzen. Und jetzt war er auf der Flucht vor seinem eigenen Sohn Absalom. Wo David diesen Psalm geschrieben hat, wissen wir nicht, ist auch nicht so wichtig. Dass ihm alles zu viel wurde, zeigt sich in diesem kurzen Psalm. Er war ganz unten. Er schreibt über „viele“, die sich „gegen ihn erheben“; das ist schlimm. Was ihn aber noch mehr traurig stimmt, ist, dass „sie“ sagen, dass er bei Gott keine Hilfe finden kann. David ist in der Tat ein König nach Gottes Herzen. Er sucht bei dem Gott Israels Rat. Er gibt Ihm alle Ehre. „Ihr liegt alle falsch“, singt er. Gott ist mit mir, jeden Tag. Wenn ich laut zu dem Herrn rufe, antwortet Er mir von seinem heiligen Berg. Das ist Vertrauen auf Gott. Vertrauen, wenn es um dich her dunkel ist. Das Vertrauen, das wir bei Paulus und Silas sehen, wenn sie im dunklen Kerker von Philippi singen, die Füße im Stock und nicht wissend, was sie erwartete. Das ist das Vertrauen, das wir bei Petrus finden, wenn er gefangen genommen wird und sich zwischen zwei Soldaten angekettet im Gefängnis befindet. Sein Vertrauen auf Gott ist so groß, dass er schlafen kann, sogar so tief, dass ein Engel nötig ist, ihn zu wecken. Dieses Vertrauen finden wir bei dem Herrn Jesus selbst, der im vorderen Teil des Schiffes schläft, während es auf dem See stürmt. Die Jünger kämpften gegen den Wind und die Wellen. Aber der Herr Jesus schlief, trotz der Umstände.

So ist auch David uns ein Vorbild. Er war zwar traurig, jedoch ohne Angst. Er war voller Trauer, jedoch voll Vertrauen. Er sieht ein, dass nicht er kämpfen soll, sondern der Herr selbst für Ihn kämpft und dass Er ihn erlösen wird. Dann ist es herrlich, diesen Glaubenshelden mit all seinen menschlichen Gefühlen singen zu hören: „Von dem Herrn ist die Rettung.“ Möge es so sein, dass auch wir Ihm heute die Ehre geben, die Er wert ist zu empfangen.

[Übersetzt aus dem Holländischen, deutsche Erstveröffentlichung]