Psalm 23

Online seit dem 09.11.2011, Bibelstellen: Psalm 23

Der Herr ist mein Hirte (Ps 23,1).

Wer kennt nicht diesen Psalm: „Der Herr ist mein Hirte“? Die Worte sind so bekannt, dass man sich fast schon nicht mehr bewusst macht, wie jedes dieser Worte eine eigene Kraft hat: Der Herr, kein anderer als der aus dem vorigen Psalm. Er, der für unsere Sünde litt und starb, Er ist es. Der Herr, das ist Jahweh, der Ich bin der Ich bin, der Ewige, Er ist der Hirte. Da, wo wir durch verschiedene Umstände gehen, bleibt Er derselbe und ist da, um uns zu helfen. Der Herr ist – nicht nur, dass Er in Psalm 22 sein Leben für uns gab, nein, auch jetzt steht Er uns zur Seite. Er ist mein Hirte, nicht nur Davids Hirte, auch meiner. Und schließlich ist Er mein Hirte, der uns versorgt und beschirmt.

Diesen Psalm dürfen wir auch auf „den guten Hirten“ anwenden, der sein Leben für die Schafe gibt. Für Ihn war es das Tal tiefer Finsternis, nicht nur ein Tal, in dem der Schatten des Todes auf sein Leben fiel, sondern ein Tal, das Ihn in den Tod brachte. Als Er im Garten niederkniet, hören wir Ihn bitten: „Lass diesen Kelch an mir vorübergehen.“ Doch Er fügt hinzu: „Nicht mein Wille, sondern der deine geschehe.“

In rechten Pfaden ließ er sich leiten um dieses Namens willen. Pfade, die Ihn dazu brachten, in der Nacht, in der Er verraten wurde, in aller Ruhe, ja mit brennendem Verlangen, „dieses Passah mit euch zu essen, ehe ich leide“. Und Er nahm den Becher und sagte: „Trinkt alle daraus, es ist mein Blut, das für euch vergossen wird.“ Und an anderer Stelle wird ergänzt: „Dies tut zu meinem Gedächtnis. Denn so verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.“

Mit Bewunderung in unseren Herzen für das, was Er getan hat, nehmen wir dieses Brot und diesen Kelch von Ihm an; mit einem Loblied auf unseren Lippen zu seiner Ehre bis in alle Ewigkeit.