Psalm 31 (1)

Online seit dem 18.03.2012, Bibelstellen: Psalm 31,1-13

Ich habe auf dich vertraut, Herr (Psalm 31,15).

Auch wenn wir nichts von diesem Psalm verstehen würden, es gibt einen Vers, den wir in jedem Fall kennen: „In deine Hand befehle ich meinen Geist." Es sind die letzten Worte des Herrn Jesus am Kreuz (das siebte Kreuzeswort). Das führt uns sogleich in die richtige Richtung zum Verständnis dieses Psalms.

David ist ein Bild von Christus - natürlich nicht in jeder Hinsicht, jedoch in einem gewissen Sinn. Zum Beispiel ist er in der Art und Weise, wie er sein Vertrauen auf Gott, den Herrn, setzte, ein Bild des Messias. Dieser stellte ja ununterbrochen sein Vertrauen auf Gott, wovon dieser Psalm voll ist. Tun wir das auch?

Wenn wir unsere Hoffnung auf Gott setzen, ist Er nur zu gern bereit, um uns zu helfen und sein Ohr zu uns zu neigen. Gott ist ein schützender Fels; wo können wir einen besseren Schutz finden als nur in Ihm? Das hatte Ruth, Davids Großmutter, schon gelernt. Gott ist unser Schutz vor Gefahren, jedoch auch unsere Rettung, wenn wir uns in schwierigen Situationen befinden (z.B. in einem „Netz"). In so einem Fall können wir von David lernen und darüber hinaus von dem Herrn Jesus.

Natürlich kennen wir nicht das Leiden, das der Herr erleben musste, dennoch dürfen wir erfahren, dass Gott, der Herr, herausrettet und uns führt um seines Namens willen. Der Gott der Wahrheit ist treu und lässt die Werke seiner Hände nicht fahren. Wenn wir uns das bewusst machen, können wir uns in Prüfungen rühmen, wie Paulus das in Römer 5,3 tut: „Wir rühmen uns auch der Trübsale, da wir wissen, dass die Trübsal Ausharren bewirkt."

Kann es uns passieren, dass wir wegen der Treue zu Christus durch andere gemieden werden? Das war Davids Erfahrung und in tieferem Sinn der Weg, den der Herr Jesus gehen musste. Gleichzeitig war er sich Gottes Führung und Rettung bewusst: „Du hast in weiten Raum gestellt meine Füße." Die Erfahrungen in der Schule Gottes wechseln sich ab: Prüfungen, Siege, Schmach und Segen. Ja, das Beste ist, uns mit allem, was wir sind und haben, Ihm ganz zu übergeben.