Betrachtung Psalm 119 (Synonyme)

Online seit dem 29.08.2012, Bibelstellen: Psalm 119

Die 7 Synonyme der Sprache in Psalm 119

Man sollte die Bedeutung der 7 Synonyme zusammenfassend angeben, die vom Heiligen Geist gebraucht werden, um das Wort Gottes im Psalm 119 zu beschreiben.

Der Begriff Wort drückt die volle Offenbarung der Gedanken Gottes aus über alles, was nutzbringend und dienlich ist. Das Wort Gottes findet hier seine Anwendung im Gesetz, den Zeugnissen, den Geboten, den Vorschriften, den Satzungen, den Rechten und den Beurteilungen. Das Ziel des Wortes ist, den Menschen in das Licht zu stellen, damit er das Leben aufgrund des Werkes Christ am Kreuz erhält. In Psalm 119 findet der Glaubende die perfekte Regel, die sich an alle seine moralischen und praktischen Umstände anpasst. „Die Summe deines Wortes ist Wahrheit, und alles Recht deiner Gerechtigkeit währt ewig", sagt Vers 160. Der Gehorsam des Wortes, Frucht der Gnade in unserem Herzen, ist eine Antwort der Liebe auf die vollkommene Liebe unseres Herrn. Könnten wir die 176 Versen dieses Psalms uns zu eigen machen, die der Psalmist durch zwei Seligsprechungen eingeleitet hat.

Gesetz: Das französisches Wort Gesetz kommt vom lateinischen lex und ligare, Begriffe die binden, verbinden bedeuten. Der hebräische Ausdruck Thora, dessen triliteraler Stamm den Sinn von lehren oder anleiten hat, bedeutet eine Regel für göttliche und vollkommene Führung, die von einer Autorität ausgeht, die im Herzen offenbart wird. Aber es war im Herzen des gestürzten Menschen unmöglich, dieses Gesetz zu halten. Ein Teil des geschriebenen Gesetzes wurde in die Bundeslade gelegt, ein Bild der Person Christi. Nur das Herz des Vielgeliebten hat das ganze Gesetz halten können: „Dein Gesetz ist im Innern meines Herzens" (Psalm 40,9).

Zeugnisse: Das hebräische Wort legt den Schwerpunkt auf den Inhalt des Gesetzes. Das Zeugnis ist der Ausdruck der Gedanken Gottes, ein sicherer Beweis eines Wortes oder eines Sachverhalts. Darum nennt die Schrift nicht nur das Gesetz des Herrn „Zeugnis" (5. Mose 4,45), sondern auch bestimmte Inhalte, die seine Gegenwart beweisen: zum Beispiel die Bundeslade (2. Mose 25,22). Der Prophet Jesaja benutzt das Wort Zeugnisse für seine Unterweisung (Jesaja 8,16), am errichteten Altar in Ägypten auf die Anweisung Gottes hin (Jesaja 19,20) und dem Buch, das sich auf die Zukunft bezieht (Jesaja 30,8).

Gebote: Der hebräische Ausdruck schließt den absoluten Gehorsam zu einer göttlich befohlenen Verordnung ein. Das Gebot ist eine von Gott gegebene Anordnung, die dem Menschen gegeben ist, um sich darunter zu stellen. „Ich gebiete dir vor Gott, der alles am Leben erhält, und vor Christus Jesus, ... dass du das Gebot unbefleckt, unsträflich bewahrst bis zur Erscheinung unseres Herrn Jesus Christus" (1. Timotheus 6,13.14).

Vorschriften: Auf hebräisch drückt das Wort den Gedanken aus, dass es sich um Regeln und Belehrungen handelt, die Gott gegeben hat und die mit seiner Autorität bekleidet sind. Die göttlichen Vorschriften sind keine einfachen Vorschläge, um nicht zu sagen Vermutungen. Diese Vorschriften stehen entgegen der relativistischen Belehrung, die einen Teil der Christenheit kennzeichnet.

Satzungen: Der Stamm des hebräischen Wortes bedeutet eingraben, prägen. Es handelt sich um eine göttliche Leitung, um unseren Gehorsam zu bewirken und den Ungehorsam zu verhindern. Mit diesem Ausdruck stehen wir unter von verordneten unveränderlichen Regeln für den gemeinsamen Weg, mit denen die göttliche Autorität verknüpft ist. Sie sind von Gott gegeben für sein Haus, dessen Errichtung er denen anvertraut hat, die dazugehören. Das ist ein großes Vorrecht, aber auch eine große moralische Verantwortung. Gott will die Seinen in Seiner Gerechtigkeit unterweisen, aufgrund seiner Herrlichkeit und seiner Rechte. Beispiel: 2. Mose 12; 14; 17; 24; 43; 4. Mose 19,10.

Rechte: Das Wort „Rechte" umfasst den Gedanken, zurechtzurücken und alles zu ordnen und das in einer Welt, wo die Sünde alles verdorben hat. Es muss von einer Autorität bedeckt sein, um Verordnungen zu erstellen. Die göttlichen Rechte erlauben uns, diese gesunde Beurteilung zu haben, die Gott für alle Dinge hat, um die Dinge zu sehen, wie Gott sie sieht. Darum muss berücksichtigt werden, was Gott sein Seinem Wort sagt.

Beurteilungen:  Auf hebräisch hat das Wort den gleichen Stamm wie das, das J. N. Darby mit „Verordnung" übersetzt hat. Es drückt die Rechte Gottes im Gericht aus, um das Böse zu bestrafen und das Gute herzustellen. Das bedeutet, alle Dinge so zu sehen und zu richten, wie Gott es tut. Ein gottesfürchtiges Leben, das die Merkmale von ihm selbst in einem ständigen Selbstgericht aufweist.

Das Wort Weg in den Versen 3 und 37 wird in dem Psalm als Synonym für jeden oben genannten Begriff verwendet.

 

 

M. Roy und Filipczak