Psalm 79

Online seit dem 07.02.2013, Bibelstellen: Psalm 79

Hilf uns, Gott unseres Heils (Ps 79,9).

Die ersten sieben Verse dieses Psalms konfrontieren uns mit den rauchenden Trümmern Jerusalems. Die Sünden Jerusalems hatten sich während der Regierungszeit Zedekijas dermaßen aufgetürmt, dass keine Wiederherstellung mehr möglich war. Gott sandte den König von Babel, der eine totale Verwüstung über die Stadt und die Einwohner anrichtete (2. Chr 36,17-19). Das war das erste Mal. Mehr als sechs Jahrhunderte später macht Titus Jerusalem erneut dem Erdboden gleich. Kein Stein bleibt auf dem anderen. Die Geschichte wiederholte sich und wird sich auch noch ein drittes Mal wiederholen, weil der Mensch (nicht nur die Einwohner Jerusalems) im Allgemeinen zu hartnäckig ist, um aus der Geschichte etwas zu lernen.

Gottes Wort lässt keinen Raum für Zweifel, dass Jerusalem noch einmal belagert werden wird. Und so wie bei der vorhergehenden Verwüstung einige Juden da waren, die sich wegen ihrer Sünden gedemütigt haben, so wird auch dann wieder ein gläubiger Rest Israels übrig bleiben, der zur Einkehr kommen und Christus gläubig annehmen wird. An den Narben in seinen durchbohrten Händen werden sie Ihn erkennen. In der daran vorausgehenden großen Drangsal wird der Geist der Gebete über sie ausgegossen werden, wie wir das ab Vers 8 in diesem Psalm finden. Dann werden sie den Grund von Jerusalems Plagen erkannt haben und zu einem Bekenntnis der Ungerechtigkeiten ihrer Vorfahren und ihrer eigenen Ungerechtigkeiten kommen. Die Anerkenntnis von Sünde und Schuld wird dann eine definitive Wende über das Los Jerusalems bringen. Dann erst wird die Stadt ihrem Namen Ehre geben: Stadt des Friedens. Die Tür wird dann „hoch" gemacht werden, um dem Friedenskönig Eingang zu gewähren, um zu seinem Palast zu kommen, von dem aus Er Israel und die Nationen richten und regieren wird.

So wie die Probleme in Jerusalem erst gelöst werden, wenn Christus sich auf den Thron Davids gesetzt hat, so wird der Mensch nie wahren Frieden und Ruhe finden, wenn er nicht die Tür seines Herzens öffnet, um Christus hineinzulassen.