Betrachtung Psalm 119 (51)

Online seit dem 13.04.2013, Bibelstellen: Psalm 119,101-102

Vers 101: Von jedem bösen Pfad habe ich meine Füße zurückgehalten, damit ich dein Wort halte.

Der Sohn des Menschen lebte in dieser Welt inmitten einem Volk, das verdorben vor seinem Gott wandelte. In Johannes 1 sagt Johannes der Täufer „hinblickend auf Jesus, der da wandelte: Siehe, das Lamm Gottes." In Sprüche 8 bezeugt Jesus, die Weisheit Gottes: „Ich wandle auf dem Pfad der Gerechtigkeit, mitten auf den Steigen des Rechts." In Psalm 17,5 sagt der Gerechte, der den Gegensatz zu den Sündern kennenlernt: „Meine Schritte hielten an deinen Spuren fest, meine Tritte haben nicht gewankt." Das Wort Gottes wendet sich an die Söhne der Weisheit aus Sprüche 4,26 und befiehlt: „Ebne die Bahn deines Fußes und alle deine Wege seien gerade; biege nicht ab zur Rechten noch zur Linken, wende deinen Fuß ab vom Bösen."

Um das Wort zu halten, bewahrt der Treue seine Füße vor jedem schlechten Weg. Was für ein schönes Teil hat der, der das Wort bewahrt; er liebt es (V. 97), es ist immer bei ihm (V. 98), er sinnt darüber (V. 99), er bewahrt es (V. 100).

Vers 102: Nicht bin ich von deinen Rechten gewichen, denn du hast mich unterwiesen.

Durch die prophetische Stimme sagt der Herr in Psalm 16,8: „Ich habe den HERRN stets vor mich gestellt; weil er zu meiner Rechten ist, werde ich nicht wanken". Um seine Worte vor den Juden zu bekräftigen, sagt der Herr Jesus in Johannes 12,49: „Der Vater, der mich gesandt hat, er hat mir ein Gebot gegeben, was ich sagen und was ich reden soll." Wenn er seine Worte hört, braucht der Gerechte, der seinen Glauben an die Wahrheit gebunden hat, sich nicht von den Dingen abzuwenden, die er von Gott bekommen hat. Zu den Füßen Gamaliels hatte Paulus nichts von der Liebe Gottes gelernt. Erst auf dem Weg nach Damaskus und in der arabischen Wüste ist er Herr ihm erschienen, um sich ihm zu offenbaren.

Der Treue wendet sich nicht von den göttlichen Rechten ab, denn sie sind wertvoll. Der Herr spricht zu uns durch sein Wort. Könnten wir doch wie Samuel sagen: „Rede, denn dein Knecht hört."

 

M. Roy und Filipczak