Betrachtung Psalm 119 (79)

Online seit dem 07.08.2013, Bibelstellen: Psalm 119,163-165

Vers 163: Lüge hasse und verabscheue ich; ich liebe dein Gesetz.

Der vollkommen erfüllte Mensch Gottes hasst die Lüge. „Weil ihr das Herz des Gerechten mit Lüge kränkt“, wird in Hesekiel 13,22 gesagt. Der Gerechte hasst jeden Lügenweg, denn „keine Lüge ist aus der Wahrheit“ (1. Johannes 2,21). Solche Dinge zu hassen ist nach den Gedanken Gottes. „Der HERR hasst … eine Lügenzunge … wer Lügen ausspricht als falscher Zeuge“ (Sprüche 6,16.19).

Vers 164: Siebenmal am Tag lobe ich dich um der Rechte deiner Gerechtigkeit willen.

Die Furcht vor dem Wort (V. 161), die Freude über das Wort (V. 162) und die Abscheu vor der Lüge (V. 163) sind hier die Hauptinhalte des Lobes des vollkommen erfüllten Menschen Gottes. Der Vers 164 betrachtet das Lob in seiner Gesamtheit, darum sagt der Psalmist, dass er Gott sieben Mal am Tag lobt. „Glückselig, die in deinem Haus wohnen! Stets werden sie dich loben“ (Psalm 84,5). Das ist die ständige Beschäftigung des Anbeters.

Vers 165: Großen Frieden haben die, die dein Gesetz lieben, und kein Fallen gibt es für sie.

Die Verse 161 bis 164 sind in der Ich-Form geschrieben. In Vers 165 denkt der vollkommen erfüllte Mensch Gottes in Liebe über seine Brüder. Diese sind solche, die das Gesetz Gottes lieben und in seiner Heiligkeit wandeln. In 2. Timotheus 2,22 wird jeder Gläubige dazu angehalten, nach solchen Brüdern zu suchen. Die Frucht der Liebe zum Wort Gottes ist Friede. Bevor er seine Jünger verließ, wandte der Herr sich mit den Worten an sie: „Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch“ (Johannes 14,27). Der Friede ist also das Teil der Brüder, die im Herrn bleiben. Am ersten Tag der Woche, sieghaft aus dem Grab auferstanden, kam der Herr und stellte sich in die Mitte der versammelten Heiligen, und seine ersten Worte waren: „Friede euch“ (Johannes 20,21). Das Wort Gottes ist ein unvergleichlicher Schatz für den Treuen. Es macht ihn glücklich, gibt ihm Frieden und bewahrt ihn vor dem Sturz.

 

M. Roy und Filipczak