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Mittwoch, 25.05.2016  

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Was ist größer, die Gabe oder der Altar?

Bibelstellen: Matthäus 23,19

Wenn der Herr Jesus fragt: „Was ist denn größer, die Gabe oder der Altar, der die Gabe heiligt?“, dürfen wir dann nicht auch an sein eigenes Opfer denken?

Der Brandopferaltar aus Akazienholz, mit Kupfer überzogen, spricht von der Person des Herrn Jesus in seiner wahren Menschheit und in seiner Unwandelbarkeit und Stärke als wahrer Gott. In dem Altar brannte das Feuer, das das Opfer verzehrte. So war die Person unseres Herrn der einzige Ort, wo das Feuer des Zornes Gottes brennen konnte und gestillt wurde. Das heilige und gerechte Gericht über unsere Sünden, die er an seinem Leib auf dem Holz trug, ging bis in das Innerste seines Wesens und versetzte seiner Seele Stiche, die die Stiche von Nägeln und Dornen in seinem Körper bei weitem überstiegen. Aber wie der Altar dem Feuer hielt Christus dem Gericht Gottes stand, weil es in ihm selbst nichts fand, was zu verzehren gewesen wäre.

Wenn also der Altar von der Vollkommenheit seiner Person redet und die Gabe auf dem Altar, das Schlachtopfer, von seinem vollkommenen Werk am Kreuz, dann stellt sich noch einmal die Frage: „Was ist denn größer, die Gabe oder der Altar?“ Mit Ehrfurcht denken wir an sein vollkommenes Werk, das Gott befriedigt, unsere Sünden gesühnt und uns gerettet hat. Doch die Person, die das Werk vollbracht hat, ist größer. Gott hat besondere Freude an seinem Opfer, weil es sein Sohn ist, der es gebracht hat.

Diese „Wertung“ sollte auch in unserer Anbetung zum Ausdruck kommen. Wir staunen und bewundern die Sühnung, die Christus durch sein Leiden und Sterben bewirkt hat. Doch wahre Anbetung hat die Herrlichkeit seiner Person zum Inhalt. Wenn der Vater Anbeter sucht, dann sucht er solche, die ihm ihre Bewunderung über den bringen, der auch für sein eigenes Herz das Größte und Teuerste ist. Und wenn der Herr Jesus bei der Einsetzung des Mahles gesagt hat: „Dies tut zu meinem Gedächtnis“, dann geht es ihm nicht nur darum, dass wir ihm für unsere Errettung danken, sondern (vielleicht vor allem) dass in unseren Herzen Empfindungen für die Schönheit und Vortrefflichkeit seiner Person sind.

Marco Leßmann


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