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Dienstag, 17.01.2017  

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Abhängigkeit im Leben Jesu (04)

Konsument im Rausch der Zeit?

„Die Gottseligkeit mit Genügsamkeit aber ist ein großer Gewinn“ (1. Tim 6,6)

Abel wird ermordet und Seth wird geboren. Er nennt seinen Sohn Enosch, was „schwacher oder hinfälliger Mensch“ bedeutet. Das Bewusstsein der eigenen Schwachheit und Abhängigkeit treibt die Gläubigen ins Gebet: „Damals fing man an, den Namen des HERRN anzurufen“ (1. Mo 4,26). Die Geschichte der Nachkommen Kains sieht dagegen ganz anders aus: Hochmut und Selbstvertrauen dominieren die Welt. Sie bauen sich Städte und vermehren ihren Besitz, ohne nach dem Willen Gottes zu fragen (1. Mo 4,17-22).

Wir alle stehen in der Gefahr, in der Welt, wo der Sohn Gottes arm wurde und keinen Platz hatte, wo Er sein Haupt hinlegen konnte (Mt 8,20), uns das Leben so schön wie möglich zu machen. Passt das zusammen? Mit ein paar Klicks kann man heute beim Online-Shopping, ehe man sich versieht, viel Geld für schöne Sachen ausgeben, die das Leben erleichtern. Nimmt man sich da wirklich noch die Zeit, um zu prüfen, ob das auch der Gottes Wille ist? Wie schnell passiert es uns, dass wir nicht nach dem Willen Gottes fragen und einfach den Lebensstil der Welt übernehmen. Die Aufforderung „Seid nicht gleichförmig dieser Welt“ ist für unsere schnelllebige Zeit brandaktuell!

Der Sohn Gottes wird Mensch und „zeltet“ unter den Menschen (Joh 1,14). Als ein jeder in sein Haus geht, geht Er an den Ölberg (Joh 8,1). Dort verbringt der himmlische Fremdling viele Nächte, während Er tagsüber den Menschen dient (Lk 21,37). Es liegt Ihm fern, sich in dieser Welt Besitz anzuhäufen. Im Gegenteil: Er lebt ein sehr bescheidenes Leben und ist trotzdem zufrieden, weil Gott sein Erbteil ist (Ps 16,6). Bei der Speisung der 4000 dankt Er sowohl für die sieben Brote (Mk 8,6) als auch für die kleinen Fische (Mk 8,7), die zu Ihm gebracht werden. Als man Ihm ein anderes Mal fünf Brote und zwei Fische gibt, blickt Er abhängig und vertrauensvoll auf zum Himmel, dankt dafür und reicht sie seinen Jüngern (Mk 6,41). Obwohl Er großzügig in Gnade austeilt, so dass Überfluss herrscht, ist Er gleichzeitig darauf bedacht, das nichts umkommt, und so fordert er seine Jünger auf, die übrigen Brocken aufzusammeln (Joh 6,12).

Wodurch wird in unserem Leben sichtbar, dass wir nicht den Weg der Nachkommen Kains gehen? Spiegelt unser Konsumverhalten unsere himmlische Gesinnung wieder? Inwiefern ist der Herr Jesus in diesem Bereich unser Vorbild?

Jan Philip Svetlik



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