Simson und Delila

Online seit dem 10.10.2017, Bibelstellen: Richter 16

In Richter 16 werden uns vier Begebenheiten geschildert, in denen Delila versucht, Simson das Geheimnis seiner großen Kraft zu entlocken (Ri 16,4–22). Wenn wir diese vier Begebenheiten miteinander vergleichen, stellen wir Folgendes fest:

Simson gibt Schritt für Schritt das Geheimnis seiner großen Kraft preis.

• „Und Simson sprach zu ihr: Wenn man mich bände mit sieben frischen Sehnen, die nicht ausgetrocknet sind, so würde ich schwach werden und würde sein wie ein anderer Mensch“ (Ri 16,7).
• „Und er sprach zu ihr: Wenn man mich festbände mit neuen Stricken, mit denen keine Arbeit geschehen ist, so würde ich schwach werden und würde sein wie ein anderer Mensch“ (Ri 16,11).
• „Und er sprach zu ihr: Wenn du die sieben Flechten meines Hauptes mit dem Gewebe verwebtest …“ (Ri 16,13).
• „Und er tat ihr sein ganzes Herz kund und sprach zu ihr: Kein Schermesser ist auf mein Haupt gekommen, denn ein Nasir Gottes bin ich von Mutterleib an; wenn ich geschoren würde, so würde meine Stärke von mir weichen, und ich würde schwach werden und würde sein wie alle Menschen“ (Ri 16,17).

Simson fällt es immer schwerer, sich aus den Fängen der Philister zu befreien.

• „Und sie sprach zu ihm: Philister über dir, Simson! Da zerriss er die Sehnen, wie eine Schnur von Werg zerreißt, wenn sie Feuer riecht; und seine Stärke wurde nicht bekannt“ (Ri 16,9).
• „Und sie sprach zu ihm: Philister über dir, Simson! Es saßen aber Auflaurer im Gemach. Und er riss sie von seinen Armen wie einen Faden“ (Ri 16,12).
• „Und sprach zu ihm: Philister über dir, Simson! Da wachte er auf von seinem Schlaf und riss den Webepflock und das Gewebe heraus“ (Ri 16,14).
• „Und sie sprach: Philister über dir, Simson! Da wachte er auf von seinem Schlaf und dachte: Ich werde davonkommen wie die anderen Male und mich freischütteln. Er wusste aber nicht, dass der Herr von ihm gewichen war. Und die Philister griffen ihn und stachen ihm die Augen aus“ (Ri 16,20.21).

Simson verliert seine Wachsamkeit und schläft ein.

• „Und sie sprach zu ihm: Philister über dir, Simson! Da zerriss er die Sehnen, wie eine Schnur von Werg zerreißt, wenn sie Feuer riecht; und seine Stärke wurde nicht bekannt“ (Ri 16,9).
• „Und sie sprach zu ihm: Philister über dir, Simson! Es saßen aber Auflaurer im Gemach. Und er riss sie von seinen Armen wie einen Faden“ (Ri 16,12).
• „Und sprach zu ihm: Philister über dir, Simson! Da wachte er auf von seinem Schlaf und riss den Webepflock und das Gewebe heraus“ (Ri 16,14).
• „Und sie sprach: Philister über dir, Simson! Da wachte er auf von seinem Schlaf und dachte: Ich werde davonkommen wie die anderen Male und mich freischütteln. Er wusste aber nicht, dass der Herr von ihm gewichen war“ (Ri 16,20)

Wenn wir als Gläubige mit der Welt (auch der religiösen Welt) liebäugeln und auf ihre „Reize“ eingehen, werden wir immer mehr das preisgeben, was uns als Christen auszeichnet. Zudem wird es uns immer schwerer fallen, uns von der Welt zu trennen. Auch unsere Wachsamkeit wird abnehmen, und wir werden in Gefahr stehen, in einen geistlichen Schlaf zu fallen (vgl. Eph 5,14).

Nachdem Simson sein Geheimnis schließlich verraten hatte, erkannte Delila sofort, dass er ihr sein ganzes Herz kundgetan hatte (Ri 16,18; vgl. Jona 1,10). Wir können sicher sein: Die Welt wird sofort erkennen, wenn wir in unserer Absonderung von der Welt und in unserer Hingabe an Christus nachlässig geworden sind. Dies sollte uns als Ansporn dienen, stets wachsam zu sein und auf den Herrn zu blicken (vgl. 1. Kor 16,13; 1. Thes 5,6; 1. Pet 5,8)!

Daniel Melui