Schlaflose Nächte?

Online seit dem 27.03.2007, Bibelstellen: Psalm 127,2

"So gibt er seinen Geliebten den Schlaf" (Psalm 127,2; siehe Anmerkung) 

Unser Leben ist nicht eins der ängstlichen Sorge, sondern des fröhlichen Glaubens. Unser himmlischer Vater will für die Bedürfnisse seiner Kinder sorgen, und Er weiß, was wir nötig haben, ehe wir Ihn bitten. Wir können uns deshalb zur rechten Zeit auf unser Lager legen und brauchen uns nicht abzumatten mit spätem Aufsitzen, um zu planen, zu sinnen und zu denken. Wenn wir gelernt haben, auf unsren Gott zu vertrauen, so werden wir nicht wachend liegen, weil Furcht an unsrem Herzen nagt, sondern unsre Sorge dem Herrn überlassen; unser Nachdenken über Ihn wird süß sein, und Er wird uns erquickenden Schlaf geben.

Daß der Herr uns liebt, ist die höchste, nur mögliche Ehre und der, welche sie hat, mag fühlen, dass der Ehrgeiz selber nicht mehr zu wünschen vermöchte und deshalb jeder selbstsüchtige Wunsch sich schlafen legen könne. Was mehr ist selbst im Himmel als die Liebe Gottes? Ruhe also, o Seele, denn du hast alles.

Dennoch wälzen wir uns hin und her, bis der Herr selbst uns nicht nur die Gründe für die Ruhe, sondern auch die Ruhe gibt. Ja, Er thut dies. Jesus selbst ist unser Friede, unsere Ruhe, unser alles. An seiner Brust schlafen wir in vollkommener Sicherheit, sowohl im Leben wie im Tode.

Charles Haddon Spurgeon