1. Timotheus (Teil 16)
Bibelstellen: 1. Timotheus 6,3-7 Wer etwas anderes lehrt und die Unterweisung des Apostels nicht akzeptiert, der stellt sich gegen den Herrn Jesus Christus und gegen die gesunde Lehre, die zu einer guten Lebenspraxis führt. Solche Menschen sind hochmutig und unwissend. Wir erkennen daraus, dass Hochmut und Eigensinn den Weg zur Erkenntnis Gottes versperren. Wenn wir nicht annehmen wollen, was Gott sagt, und nicht bereit sind, uns durch das Wort korrigieren und leiten zu lassen, dann werden wir Gottes Gedanken nicht verstehen.
Wer das Gesunde abweist, wird krank: Es zeigt sich bei diesen Menschen eine unnatürliche Freude an Streit und heftigen Wortwechseln (1. Tim 6,4 ).
Auf diesem Nährboden des Eigenwillens und der Auseinandersetzungen gedeihen bittere Früchte, von denen manche im Herzen sind und manche auch nach außen dringen. Da, wo man sich dem Wort Gottes nicht unterordnet, kann es letztlich nur zu einem dauerhaften Streit kommen.
Unwissende, eigensinnige und streitbare Menschen haben eine schlechte Gesinnung, und die Wahrheit, die sie einmal in ihrem Verstand gespeichert hatten, ist ihnen auch noch verloren gegangen (V. 5). Es wäre besser für sie, den Weg der Gerechtigkeit nicht erkannt zu haben (2. Pet 2,21 ).
Der Apostel Paulus denkt hier offenbar an ungläubige christliche Bekenner. Dennoch haben diese Verse natürlich auch wahren Christen etwas zu sagen: Wer gern streitet und wer Wahrheiten verliert, beweist damit eine schlechte Gesinnung schließen.
Diese Menschen, von denen Paulus redet, meinten außerdem, dass ein Leben mit Gott dazu führt, materielle Vorteile zu erringen (V. 5). Doch das ist nicht der Fall. Der Vorteil oder der Gewinn besteht darin, dass man in Gemeinschaft mit Gott lebt und dabei zufrieden ist (V. 6; siehe auch Heb 13,5 ).
Und warum ist es so falsch, dem Geld nachzujagen? Weil wir davon nichts in die andere Welt hinübernehmen können. Denn wir verlassen die Welt so, wie wir sie betreten haben: mit leeren Händen (V. 7). Das ist eine einfache Wahrheit - und doch wird sie oft übersehen oder ignoriert.
Fragen zum Nachdenken:
• Liebe ich die gesunde Lehre? • Liebe ich Diskussionen? • Liebe ich den Streit? • Liebe ich das Geld?
Gerrid Setzer
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