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Zweimal gerufen
Bibelstellen: 1. Mo 22,1 ; 1. Mo 46,2 ; 2. Mo 3,4 ; 1. Sam 3,10 ; Lk 10,41 ; Lk 22,31 ; Apg 9,4 Wenn Gott Menschen mit Namen ruft, spitzen wir die Ohren. Und das erst recht, wenn Gott den Namen zweimal nennt: Davon lesen wir in der Heiligen Schrift an sieben Stellen. Werfen wir darauf einen kurzen Blick! Es ist dazu sehr hilfreich, nicht nur den angegebenen Vers, sondern den ganzen Abschnitt zu lesen.
Abraham (1. Mo 22,11 )
Abraham wird zweimal gerufen, nachdem sich sein Glaubensgehorsam darin gezeigt hatte, dass er bereit war, seinen Sohn zu opfern. Sein Gehorsam und sein Glaube waren frappierend: Er machte sich morgens früh auf, spaltete als alter Mann Holz, legte in drei Tagen beinahe 100 Kilometer zurück und vertraute Gott, dass er Isaak aus den Toten auferwecken würde – obwohl er keine Offenbarung über die Auferstehung hatte. Jetzt ruft Gott ihn zweimal, anerkennt seine Gottesfurcht und spricht davon, ihn zu segnen und zum Segen sein zu lassen.
Jakob (1. Mo 46,2 )
Jakob hatte die Botschaft gehört, dass sein tot geglaubter Sohn Joseph lebt. Nachdem er seine Zweifel überwand, stürmt er augenblicklich los – offenbar ohne groß zu beten. Als er auf seiner Reise in Beerseba, ganz im Süden, angelangt war, wird es ihm doch mulmig zu Mute: Soll er wirklich weiter ziehen? Seinem Großvater Abraham wurde der Gang nach Ägypten zum Verhängnis, seinem Vater Isaak wurde es ausdrücklich verboten, nach Ägypten zu gehen. Jakob fürchtet sich. Was soll aus ihm und aus seiner Nachkommenschaft werden? Und was ist, wenn er dort stirbt? Gott gibt ihm eine vollkommene Antwort: Gott will mit ihm sein, ihn zu einer großen Nation machen und seine Gebeine sollen nach Kanaan zurückgebracht werden.
Mose (2. Mo 3,4 )
Mose wird zum Führer des Volkes Israel berufen. Er erhält diese Berufung aus dem brennenden Dornbusch, der ihn wichtige Lektionen lehrt: Die Dornen erinnern daran, dass er einem Volk dienen würde, das ein sündiges Volk ist. Seine Aufgabe würde daher keine einfache Aufgabe sein. Aber es wird ihm nicht nur der Charakter des Volkes, sondern auch der Charakter Gottes gezeigt: Gott ist ein verzehrendes Feuer. Doch wie kann dieser Gott bei diesem Volk wohnen – warum verbrennt der Dornbusch nicht? Weil Gott ein gnädiger Gott ist. Das beweist Gott darin, dass er dieses geplagte Volk erlösen will.
Samuel (1. Sam 3,10 )
Das Priestertum hat vollständig versagt. Gott möchte den jungen Samuel daher zu einem Propheten erwecken. Ist er zu diesem Dienst wirklich tauglich? Dann muss er den Mut aufbringen, dem alten Eli Gericht anzukündigen, dem Mann, der ihn erzogen hat und der das höchste religiöse Amt im Volk bekleidet. Samuel tut es. Wenn auch mit Zagen. Aber er tut es. Gott bekennt sich dazu: Samuel gewinnt Einfluss; andere sehen, dass er ein Bote Gottes ist und schließlich ergeht sein Wort an ganz Israel.
Martha (Lk 10,41 )
Martha, deren Name bezeichnender Weise Herrin bedeutet, arbeitet und arbeitet, als der Herr und seine Jünger in ihrem Haus zu Gast sind. Maria arbeitet auch, doch sieht sie nicht nur die Bedürfnisse des Herrn, sondern sie sieht mehr: Seine Herrlichkeit und seine Fülle. Und daraus will sie empfangen. Der couragierten, wuseligen Martha platzt der Kragen und sie begeht drei Fehler: Sie tadelt den Herrn, spricht schlecht über ihre Schwester vor ihm und sagt dem Herrn, was in dieser Situation zu tun ist. Die Antwort des Herrn ist eindeutig: Martha muss ihre Prioritäten neu setzen.
Simon (Lk 22,31 )
Der Herr würde bald gefangen genommen und gekreuzigt werden. Diese schwere Stunde würde Satan ausnutzen, um die Jünger gehörig durcheinander zu wirbeln. Am meisten ist Petrus gefährdet, denn er ist derjenige, der sich aufgrund seines Selbstvertrauens am wenigsten einer Gefahr bewusst ist. Gerade deshalb wird er straucheln. Doch wenn auch sein Selbstvertrauen so zerbrochen werden muss, sein Gottvertrauen soll nicht aufhören. Dafür betet der Herr. Aber nicht nur das, er würde auch zurückkehren dürfen und sogar zu einem Dienst gebraucht werden können. Damit konnte Petrus jetzt nichts anfangen, wie seine Reaktion beweist, aber einmal würde ihm das zu einem großen Trost werden.
Paulus (Apg 9,4 )
Martha tadelte den Herrn, Petrus verleugnete ihn, aber Paulus ging noch viel weiter: Er verfolgte ihn. Doch war ihm das gar nicht bewusst. Der Herr tritt ihm deshalb in den Weg, um ihm klar zu machen, dass sein vermeintlicher Dienst für Gott, die Verfolgung des Sohnes Gottes in den Seinen bedeutete! Paulus geht vor dem Herrn in die Knie, akzeptiert seine Autorität und wird zu einem brauchbaren Werkzeug. Gerrid Setzer
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