Kampf gegen Amalek

Online seit dem 02.09.2008, Bibelstellen: 2. Mose 17,1-16

In 2. Mose 17 wird der erste Kampf des Volkes Israel beschrieben. Sie werden in der Wüste von Amalek attackiert, nachdem sie Wasser aus dem geschlagenen Felsen getrunken haben. Der Kampf gegen den Feind wird angeführt von Josua. Auf dem Berg hebt Mose, gestützt von Aaron und Hur, seine Hände zu Gunsten des Volkes. Israel trägt, durch Gott, den Sieg davon, aber Amalek wird nicht ausgerottet.

Der Fels ist ein Bild von Christus (1. Kor 10,4), der für uns am Kreuz von Gott geschlagen wurde. Weil Christus gestorben (und in den Himmel aufgefahren) ist, können wir den Geist Gottes empfangen, der in dem Wasser gesehen werden kann (1. Kor 12,13). Da, wo der Geist wirkt, fängt das Fleisch an zu kämpfen. „Denn das Fleisch begehrt gegen den Geist“ (Gal 5,17). Amalek ist ein Bild des Fleisches (der alten Natur).

Wir können nicht erfolgreich gegen das Fleisch kämpfen. Aber „Josua“ kann es wohl. Josua ist ein Bild von Christus, der durch seinen Geist, der gegen das Fleisch begehrt (Gal 5,17), bei uns ist.  

Mose auf dem Berg ist auch ein Bild von Christus. Und zwar nicht von „Christus in uns“, sondern von „Christus über uns“. Mose stellt (ganz allgemein) den verherrlichten Herrn im Himmel vor, der sich für sein Volk verwendet.

Aaron und Hur, die Mose stützen, weisen auch auf Christus hin. Aaron spricht von Christus als dem Hohepriester und Hur („weiß“) ist ein Bild von Christus als dem Sachwalter.

So werden hier vier Personen vorgestellt, um das zu zeigen, was Christus tut, damit wir nicht den „Kampf“ gegen das Fleisch verlieren. Und obwohl es vier Personen (Josua, Mose, Aaron, Hur) sind, bleibt das Bild hinter der Wirklichkeit zurück, denn unser Herr kann, im Gegensatz zu Mose, nicht ermüden (2. Mose 17,12).

Wenn wir nicht nach dem Fleisch, sondern nach dem Geist leben, dann ist der Sieg nicht unser Verdienst, sondern Gottes. Er ist unser Panier. Und wir wollen auch daran denken, dass das Fleisch, solange wir auf der Erde sind, nicht ausgerottet wird. Das Fleisch aber steht unter dem völligen Todesurteil Gottes und eines Tages werden wir auch damit nichts mehr zu tun haben (vgl. im Vorbild 2. Mose 17,14–16).

Gerrid Setzer