Warum starb Christus für uns (Teil 4)?

Online seit dem 24.10.2008, Bibelstellen: 1. Petrus 3,18; Galater 1,3-4; 2. Korinther 5,15; Titus 2,13-14

… damit er uns loskaufte von aller Gesetzlosigkeit und reinigte sich selbst ein Eigentumsvolk, eifrig in guten Werken.

Jetzt bleibt noch dieser praktische Vers in Titus und damit muss ich schließen. Unser Heiland Jesus Christus hat sich selbst für uns gegeben. Ihr merkt, dass wir wieder zur Basis unserer Operationen zurückgekehrt sind, zu der herrlichen Tatsache Seines Todes für uns. Doch Er hat sich gegeben, „damit” – mit diesem Ziel im Auge. Welchem Ziel? „Damit er uns loskaufte von aller Gesetzlosigkeit und reinigte.“ Wir haben die Reinigung sehr nötig – für unsere Herzen, unsere Gedanken und unsere Motive. Das Fleisch ist Fleisch und immer noch in uns, und wir, die wir das Fleisch in uns haben und die doch erlöst sind und in denen der Geist Gottes wohnt, müssen Ihm zum Eigentumsvolk gereinigt werden, und das Markenzeichen, das unsere Zugehörigkeit zu diesem Volk beweist, ist unser Eifer „in guten Werken“. 

Ich denke, ich muss nicht erwähnen, dass man nur wenige ernsthafte Christen findet, die wirklich eifrig sind in guten Werken. Wenn man sie findet, ist das etwas Besonderes. Man kann sie nicht pflücken wie Brombeeren im Herbst. Eifrig? Ja, eifrige Leute findet man. Aber eifrig in guten Werken? Das ist nicht sehr üblich. Ein eigenes Volk! Und „eigen” meint in erster Linie, dass es ein Volk zu Seinem Besitztum ist. Aber „eigen” bedeutet auch, dass wir in gewissem Sinn außergewöhnlich sein sollen. Es gibt viele Menschen, die für ihr Vergnügen eifrig sind. Das ist nichts Besonderes! Auch solche, die um Geld eifern, finden sich in Menge. Wir könnten problemlos noch mehr Dinge aufzählen und Menschen finden, die darin eifrig sind – alles nichts Besonders, alles nicht außergewöhnlich.

Doch für uns gilt: wir sind erlöst, zu Gott geführt, herausgenommen aus der gegenwärtigen bösen Welt und von unserem alten ichbezogenen Leben befreit, damit unser neues Leben auf Ihn ausgerichtet ist und wir sein besonders Eigentum sind, gekennzeichnet von Eifer in guten Werken. Das ist ein sehr prüfendes Wort – „eifrig”. Man könnte auch übersetzen: feurig. Die Rüge unseres Herrn an die letzte Versammlung in Offenbarung 3 lautet: Du bist weder kalt noch warm. Nicht für Ihn und nicht gegen Ihn. Keine Wärme. Wir sollen in guten Werken Eifer haben. Möge diese Art von Eifer reichlich zutage treten. Unser Heiland starb, damit das so sei. 

Lasst uns den Herrn bitten: „Herr Jesus, wenn das die Ziele sind, die Du im Auge hattest, die Wünsche Deines Herzens in Bezug auf die, die durch Dein Blut erlöst würden, dann will ich sie zu meinen Zielen machen. Bevor ich in den Himmel gehe, möchte ich das erfüllen, was Du von mir wünschst.” Ihr könnt euch darauf verlassen, im Himmel werdet ihr nur zu Gott gebrachte, aus der Welt herausgenommene Menschen finden, die für immer in Christus ihren Mittelpunkt gefunden haben und in Seinem heiligen Dienst eifrig sind. Aber heute, in dieser feindlichen Welt, wo wir noch in der Ausbildung sind und noch auf unseren Herrn warten, ermahne ich euch, liebe junge Freunde, dass ihr diese Dinge zu Herzen und mit auf die Knie nehmt. Denkt darüber nach, betet darüber. Setzt euch diese Dinge zum Ziel in eurem Leben, sei es länger oder kürzer. Gott wird dadurch verherrlicht und ihr werdet zum Segen für andere sein.

[Übersetzt von Marco Leßmann]

F.B. Hole