Aus dem Fresser kam Fraß

Online seit dem 02.01.2009, Bibelstellen: Richter 14,14; Hebräer 2,14

Der Teufel hat die Macht des Todes (Hebräer 2,14). Der Teufel war es, der den Menschen zum Sündigen verleitete und somit den Tod über ihn gebracht hat. Der Teufel kann nun rechtmäßig bei Gott einklagen, dass er – gemäß seinen eigenen Worten – den Tod über den Menschen bringen muss und danach das Gericht. Der Mensch fürchtet sich vor dem Tod und führt ein Leben der Knechtschaft.

Doch der Herr Jesus ist gekommen und hat den Teufel seiner Macht im Blick auf die Gläubigen beraubt. Denn der Tod ist für die Gläubigen nun nicht mehr die Tür zur Verdammnis, sondern das Tor zur Herrlichkeit. Das hat Christus dadurch erwirkt, dass er am Kreuz auf Golgatha in den Tod gegangen ist.

Simson gab einmal ein Rätsel auf, das hieß: „Aus dem Fresser kam Fraß und aus dem Starken Süßigkeit“ (Richter 14,14). Damit spielte er darauf an, dass er einen Löwen getötet hatte, in dem Bienen sich niederließen – auf diese Weise konnte Simson einige Zeit später Honig aus dem Löwen entnehmen. Der Löwe, der frisst, gab selbst Fraß, und das starke Tier, das Verderben und Bitterkeit (vgl. 1. Sam 15,32) bringt, brachte angenehme Süßigkeit hervor.

Der Löwe ist ein Bild von der Macht des Todes. Der Herr Jesus ist dieser Macht begegnet. Freiwillig – denn er war nicht dem Tod unterworfen. Und er ist als Sieger hervorgegangen, denn er ist am dritten Tag auferweckt worden. Diesen Kampf gegen den Tod konnte nur Christus gewinnen, so wie der Kampf gegen einen Löwen nur von Simson gewonnen werden konnte. Der Tod (der an sich schrecklich wie ein Löwe ist) ist nun das, was uns Nahrung und Freude bringt. Aus diesem „Fresser“, der Menschen verschlingt, kommt Segen für uns hervor. Wie bemerkenswert ist das!

Gerrid Setzer