Speisopfer – drei Möglichkeiten

Online seit dem 08.04.2019, Bibelstellen: 3. Mose 2,1-10

Wenn ein Israelit ein Speisopfer mit Feinmehl machte, hatte er drei Möglichkeiten der Zubereitung:

  1. Im Ofen.
    Bei der Zubereitung wird zwischen Vermengung und Salbung mit Öl ausdrücklich unterschieden, es konnten große Kuchen und Fladen bereitet werden (3. Mose 2,4)
  2. In der Pfanne.
    Das Speisopfer wurde in Stücke zerbrochen und mit Öl gemengt (3. Mose 2,5).
  3. Im Napf (Kessel, Topf).
    Das Speisopfer wurde mit Öl gemacht (3. Mose 2,7).

Nachdem der Israelit das Speisopfer bereitet hatte, brachte er es dem Priester, der dann die weiteren zeremoniellen Handlungen vornahm.

Das (unblutige) Speisopfer spricht von dem Leben und den Leiden des Herrn Jesus. Wir können in Verbindung mit dem Ofen, der Pfanne und dem Napf drei unterschiedliche Aspekte seiner Leiden erkennen:

  1. Ofengebäck – verborgene Leiden.
    Der Herr Jesus hatte reine und heilige Empfindungen. Wie sehr müssen ihn viele Dinge geschmerzt haben, die wir vielleicht nicht auf Anhieb so erkennen. Denken wir zum Beispiel an die enttäuschende Bitte des Philippus: „Herr, zeige uns den Vater“ (Joh 14,8). Das muss den Herrn geschmerzt haben, denn er hatte ihnen doch jahrelang den Vater gezeigt! Wir denken aber auch daran, wie der Herr (als vom Geist gezeugt und mit dem Geist gesalbt) in geistlicher Kraft darauf reagiert hat.
  2. Pfanne – offenbare Leiden.
    Der Herr Jesus litt auch vielfältig auf offenkundige Weise. Die Volksmenge stellte zum Beispiel die lästerliche Frage: „Sagen wir nicht recht, dass du ein Samariter bist und einen Dämon hast?“ (Joh 8,48). Viele weitere Beispiele lassen sich schnell finden: Es sind viele „einzelne Stücke“. In all dem zeigte sich deutlich seine Kraft des Geistes.
  3. Napf – allgemeine Leiden.
    Die Schrift berichtet auch ganz allgemein von den Leiden des Herrn. Denken wir an Stellen wie Hebräer 5,8. Der Herr war der Mann der Schmerzen und mit (allerlei Arten von) Leiden vertraut. Das Wirken des Geistes in ihm ist auch darin sichtbar, wenn es auch vielleicht nicht so betont wird.

Wenn wir persönlich und gemeinsam vor unserem Gott und Vater über seinen Sohn Jesus Christus nachdenken und ihn preisen, tun wir das dann mit Verständnis über das, was unser Heiland alles in seinem Leben gelitten und wie sich in allem die Kraft des Geistes in dem Heiligen erwiesen hat?

Gerrid Setzer