Blick nach oben

Online seit dem 20.07.2009

Ein Vater geht mit seinem kleinen Jungen spazieren. So weit das Auge reicht: Mais, goldgelber Mais! Ist es nicht schade, dass der Mais zu Tierfutter verarbeitet wird? Wird es die Kuh Emma merken, wenn ein paar Maiskolben bei ihrer Mahlzeit fehlen? Ist der Gang in den Supermarkt nicht überflüssig?

Der Vater überlegt kurz und sagt dann zu seinem Jungen: „Hör mal, ich möchte gern ein paar Maiskolben da rausholen. Bitte steh Schmiere, damit uns keiner erwischt. Sieh nach allen Richtungen!“ Der Junge nickt kurz und der Vater marschiert los. „Papa!“ – „Was denn?“ „Soll ich auch nach oben blicken?“ – „Nach o, o – oben? Tja, ich glaube  –  wir lassen es lieber.“ 

Der Blick nach oben, der Blick zu Gott! Würden wir mehr diesen Blick haben, dann würden wir sicher manche Dinge nicht tun, die wir uns manches Mal – war es gerade heute? –  „genehmigen“.

Gerrid Setzer