Hunger und Durst

Online seit dem 25.09.2009, Bibelstellen: Lukas 15,16

„Und er begehrte seinen Bauch zu füllen mit den Futterpflanzen, die die Schweine fraßen; und niemand gab ihm“ (Lk 15,16).

„Er rief und sprach: Vater Abraham, erbarme dich meiner und sende Lazarus, dass er die Spitze seines Fingers ins Wasser tauche und meine Zunge kühle; denn ich leider Pein in dieser Flamme. Abraham aber sprach: Kind, denke daran, dass du dein Gutes empfangen hast in deinem Leben und Lazarus ebenso das Böse; jetzt aber wird er getröstet, du aber leidest Pein“ (Lk 16,24.25).

Zwei ganz unterschiedliche Situationen, die der Heilige Geist hier zusammengestellt hat. In der ersten Stelle (Lk 15) geht es um den verlorenen Sohn, der eine bittere Erfahrung machen musste: Er hatte gewaltigen Hunger und kein Mensch gab ihm etwas! Er war drauf und dran zu verhungern. Doch seine Lage war nicht hoffnungslos, denn er hatte einen reichen Vater, zu dem er gehen konnte und zu dem er ging.

In der zweiten Stelle (Lk 16) geht es um den reichen Mann im Hades. Er hat gewaltigen Durst und ihm wird nichts gegeben! Und seine Lage war hoffnungslos. Denn Abraham wies ausdrücklich darauf hin, dass er weiterhin leiden soll und eine große Kluft zwischem der Ort der Qual und der Glückseligkeit bestand (Lk 16,26).

Hast du schon die Erfahrung gemacht, dass Menschen dir nichts mehr gaben? Das ist schlimm. Noch viel schlimmer aber ist es, wenn Gott (der in Lukas 16 gewissermaßen von Abraham „vertreten“ wird) dir nichts mehr geben wird! Das ist die große, ewige Katastrophe!

Gerrid Setzer