Er kommt eilends

Online seit dem 26.10.2009, Bibelstellen: Hohelied 8,14; Offenbarung 22,20

Das Hohelied endet mit den Worten der Braut: „Enteile, mein Geliebter, und sei gleich einer Gazelle oder einem Jungen der Hirsche auf den duftenden Bergen!“

Wenn die Braut von dem Enteilen des Bräutigams spricht, wünscht sie sich natürlich nicht, dass er sich so schnell wie möglich aus dem Staub macht. Der Sinn ist: „So rasch wie Gazellen oder junge Hirsche davonstürmen – so rasch komme du zu mir.“ Sie möchte lieber jetzt als nachher Gemeinschaft mit ihrem Geliebten haben.

Das Buch der Offenbarung endet mit der Bitte der Braut: „Komm!“ Die Braut (die Versammlung, Gemeinde) möchte beim Bräutigam sein. Christus, der Bräutigam, antwortet auf diesen Ruf: „Ja, ich komme bald“ (Off 22,20). Das Wort „bald“ kann auch mit „schnell, eilends“ übersetzt werden – so ähnlich wie wir das im Hohelied gesehen haben.

Der Herr Jesus kommt eilends. Er zögert seine Verheißung nicht hinaus (2. Pet 3,9). Es mag manches Mal so scheinen, es ist aber nicht so. Wenn er seine Braut in Empfang nehmen kann – das heißt, wenn alle gläubig geworden sind, die zu dieser Braut nach dem Ratschluss Gottes gehören –, dann wird er es auch sofort tun. Er wird eilen, um uns in Empfang zu nehmen. Bist du bereit?

Gerrid Setzer