Daniel ein Vorbild auf Christus

Online seit dem 16.03.2006, Bibelstellen: Daniel 6,1-29

„Die Schrift treibt Christum“. So hat es Martin Luther ausgedrückt. Gemeint ist, dass die Heilige Schrift immer wieder auf Christus hinweist. Auch da, wo man es vielleicht nicht unbedingt vermutet. Daniel 6 mag ein Beispiel dafür sein. Nachfolgend eine Gegenüberstellung (Daniel – Christus).

  • Der Herrscher gedachte Daniel an die Spitze des Reiches zu stellen (Daniel 6,4) – Christus ist derjenige, den Gott dazu (in einer noch höheren Weise) bestimmt hat, er ist der Erbe.
  • Daniel erfuhr Feindschaft, die offenbar durch Neid motiviert wurde (Daniel 6,5) - Christus wurde aus Neid überliefert. Matthäus 27,18.
  • Aufgrund der Treue Daniels konnten seine Feinde aber keinen Anklagegrund gegen ihn finden (V.5) – Es wurde falsches Zeugnis gegen Christus gesucht, aber kein gefunden, Matthäus 26,59.60.
  • Sie wussten aber, dass Daniel dem HERRN treu sein würde und wollten ihn damit in Konflikt mit der Monarchie jenes Landes bringen und ihn als Revoluzzer stempeln (V5–6). – Der Herr Jesus legte vor dem Synedrium in Treue Zeugnis davon ab, dass er der Christus sei (wovon die Schriften sprachen), was die Juden gegenüber dem römischen Statthalter verwendeten (Joh 19,12).
  • Die Feinde Daniels hatten keine Macht, ihn umzubringen, deshalb kamen sie zu dem damaligen Weltbeherrscher (Vers 6). – Die Juden durften die Todesstrafe nicht ausführen und suchten Pilatus, den Vertreter der römischen Weltmacht, auf.
  • Die Feinde Daniels hatten es eilig (Vers 6). – Die Gerichtsverhandlungen um Christus fanden schon (völlig ungewöhnlich) im Morgengrauen statt.
  • Der König wollten Daniel retten (Vers 15). – Pilatus suchte Jesus loszugeben.
  • Dem Drängen der neidischen Feinde gab der König aber schließlich nach, weil er seine Haut retten wollte, obwohl er damit offenbar gegen sein Gewissen handelte (Vers 17) - bei Pilatus war es genauso.
  • Daniel kam somit in Verbindung mit den Löwen (Vers 17) – das war in gewisser Weise bei dem Herrn Jesus auch der Fall (Ps 22,14).
  • Daniel musste die Äußerung des Königs, dass Gott ihn retten sollte, wie Hohn vorgekommen sein, denn es stand ja in der Macht des Monarchen ihn zu befreien! (Vers 16). – Aber ein viel größeren Spott finden wir in Matthäus 27,42.43 dem gegenüber geäußert, der im absoluten Sinn ohne Unterlass Gott gedient hatte. „... der rette ihn“!
  • Daniel wurde von den Löwen gerettet. – Christus wurde errettet aus dem Rachen des Löwen und von den Hörnern der Büffeln erhört (Ps 22,21).
  • Die Grube wurde unter Zustimmung des Königs versiegelt (Vers 17). – Nach dem Werk wurde der Herr in eine Gruft gelegt und mit einem Stein versiegelt, damit hinsichtlich seiner nichts mehr verändert würde, Pilatus erlaubte dies, siehe Matthäus 27,62–66.
  • Eilig und traurig ging der König in der Morgenröte zu der Grube, sehr daran zweifelnd, ob Daniel noch lebe (Vers 19). – Die Jüngerinnen und Jünger kamen früh am ersten Wochentag zu der Gruft; Eile, Trauer und Unglaube kennzeichnete sie, siehe Johannes 20,1ff.
  • Der König freute sich sehr das Daniel lebte (Vers 24). – Wie freuten sich auch die Jünger!
  • Daniel konnte aus der Grube herausgeholt werden, da er kein Unrecht begangen hatte (Vers 22–23). – Der Herr Jesus wurde auferweckt, da er Gott verherrlicht hatte, wurde um seiner Frömmigkeit willen in der Auferstehung erhöht.
  • Es wurde an Daniel keine Verletzung gefunden (Vers 24). – Kein Bein von ihm wird zerbrochen, vgl.  Johannes 19,36.
  • Die, die verantwortlich für den Tod Daniels waren, werden schließlich getötet (Vers 25). – Die Juden wurden auch gerichtet (zuerst in der Zerstörung Jerusalems im Jahr 70 nach Christus)
  • Eine Friedensbotschaft erreicht nun alle Völker (Vers 26). – Frieden wird nun den Nahen und den Fernen verkündigt, Epheser 2,17.
  • Die Befreiung Daniels nimmt einen zentralen Platz in dieser Botschaft ein (Vers 27). – So wie die Auferstehung Jesu in der Verkündigung des Evangeliums.

Gerrid Setzer