Der Brief der Erfahrung

Online seit dem 08.04.2010, Bibelstellen: Philipper 1,1 - Philipper 4,23

Der Philipperbrief wird gern der Brief der Erfahrung genannt. In der Tat finden wir darin einen Christen, der Erfahrungen mit seinem Herrn gemacht hat und geistlich gereift ist. Fassen wir einige Punkte ins Auge, die wir von dem Apostel Paulus lernen können:

Er wollte nicht darauf achten, ob andere ihn durch die Predigt ausstechen oder übertrumpfen wollten. Hauptsache, es wurde zum Segen für die Ungläubigen das Evangelium verkündet. Philipper 1,15–18.

Er wollte nicht das für ihn bessere Teil, bei Christus zu sein, wählen. Es war wichtiger, dass die Gläubigen im Glauben gefördert wurden. Philipper 1,21–26.

Er freute sich, wenn er als Märtyrer sterben sollte, um den Dienst der Philipper auf diese Weise zu krönen. Philipper 2,17–18.

Er wollte auf sein Kind im Glauben, Timotheus, verzichten, damit dieser den Philippern diene und Paulus durch ihn die Umstände der Philipper erfahre. Philipper 2,19–24.

Er hatte den geliebten Bruder Epaphroditus bereits gesandt, um die Philipper wieder froh zu machen. Philipper 2,25–30.

Er vergaß alle seine Vorzüge, die er als gesetzestreuer Jude hatte, und wollte nur noch den Herrn Jesus vor Augen haben. Philipper 3,4–16.

Er weinte nicht über sein Elend im Gefängnis, sondern er weinte über solche, die sich als Feinde Christi erwiesen. Philipper 3,18.

Er wollte, dass gespendet wird, aber nicht, um selbst etwas zu empfangen, sondern damit andere Lohn bekommen. Philipper 4,17.

Bin ich so geistlich? Bist du so geistlich?

„Seid zusammen meine Nachahmer“ (Phil 3,17) schrieb der Apostel Paulus. Offenbar sehr zurecht. Sollten wir uns diese Aufforderung zu Herzen nehmen?

Gerrid Setzer