Angsthase und Manager

Online seit dem 06.07.2010, Bibelstellen: 1. Mose 28,17; 1. Mose 31,31; 1. Mose 32,8; 1. Mose 46,3

Der Patriarch Jakob war ein harter Arbeiter, ein echter „Macher“. Doch er war auch ein ängstlicher Typ. Das lag daran, dass er zu sehr etwas selbst in die Hand nehmen wollte und zu wenig Gott vertraute.

Als Gott sich ihm auf der Flucht vor Esau offenbarte, hatte er Angst vor Gott (1. Mo 28,17). So etwas Merkwürdiges! Gott hatte ihm sieben bedingungslose Verheißungen gegeben und Jakob fürchtete sich. Er hatte die Verheißungen anscheinend nicht in sein Herz aufgenommen.

Jakob hatte vor Laban Angst (1. Mo 31,31). Doch Gott hatte ihm doch in Bethel versprochen, ihn zu behüten und ihn in das verheißene Land zurückzubringen. Gott hielt Laban durch eine Erscheinung im Traum davon ab, Jakob etwas Böses zu tun.

Jakob hatte große Angst vor Esau (1. Mo 32,8). Auch hier dachte er nicht an die Verheißungen Gottes und vertraute lieber auf seine Tricks. Doch Gott hatte das Herz Esaus längst verwandelt und die Furcht Jakobs erwies sich auch hier als unbegründet.

Jakob hatte Angst, nach Ägypten zu Joseph zu ziehen (1. Mo 46,3). Das war für diesen alten Mann ein schwerer Schritt. Doch dann spricht Gott zu ihm tröstliche Verheißungsworte, die Jakob augenscheinlich zu Herzen gegangen sind. Er zieht weiter und sein Herz zittert nicht mehr.

Wenn wir nicht auf Gott und seine Zusagen vertrauen, schleicht sich schnell Angst ein. Das war bei Jakob so. Das ist auch heute noch so.

Gerrid Setzer