Das Ende des Herrn mit Hiob (03)

Online seit dem 05.07.2010, Bibelstellen: Hiob 42,10

Bis jetzt haben wir gesehen, was Gott in Hiob bewirkt hat, durch das alles, was er in seinem Leben zuließ. Jetzt sehen wir, wie Gott für Hiob handelt. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ihn diese schreckliche, durch Satan hervorgerufene Krankheit im Griff gehabt. Jetzt „wendete“ der Herr „die Gefangenschaft Hiobs, als er für seine Freunde betete.“ Sobald der Herr sein Ende mit Hiob in Bezug auf seinen geistlichen Zustand erreicht hatte, wurde sein Körper befreit, und zwar offensichtlich mit dramatischer Plötzlichkeit, denn bei Gott hat das Geistliche Vorrang vor dem Körperlichen oder Materiellen. Satan wurde zum Ende des zweiten Kapitels aus der Geschichte entfernt. Nun wird seine grausame Schädigung beseitigt, nachdem sie dem Erreichen des Vorsatzes Gottes gedient hatte.

Hierin sehen wir wieder ein großes Prinzip bei Gott. Er lässt die Böswilligkeit Satans und den Zorn der Menschen zu seinem Lob und zu unserem Guten mitwirken. Das große, unerreichbare Beispiel ist natürlich das Kreuz. Um es zu erreichen, fuhr Satan selbst in Judas Iskariot. So immens wichtig war es in seinen Augen, dass er keinem geringern Dämon gestattete, ihn zu vertreten. Doch er wirkte dadurch an seinem eigenen Untergang mit, denn der Herr sagte im Hinblick auf sein Kreuz: „Jetzt wird der Fürst dieser Welt hinausgeworfen werden“ (Joh 12,31). Ein weiteres Beispiel sehen wir in 2. Korinther 12, wo der „Engel Satans“, der gesandt wurde, um Paulus mit Fäusten zu schlagen, zu der geistlichen Bewahrung des Paulus beitragen musste. Wenn Not über uns kommt, dann lasst uns an diese Dinge denken – und davon profitieren.

Wenn wir „das Ende des Herrn“ betrachten, können wir wirklich mit dem Apostel Jakobus sagen, dass „der Herr voll innigen Mitgefühls und barmherzig ist“. Mindestens fünf Dinge sind uns aufgefallen:

  1. Hiob erlangte eine Erkenntnis Gottes aus erster Hand, wie er sie nie zuvor hatte.
  2. Er erkannte und verabscheute sich selbst, wie er es nie zuvor getan hatte.
  3. Er wurde im Geist und Wesen umgestaltet: von Ärger und Härte zur Gnade.
  4. Er durfte seine Annahme bei Gott erkennen.
  5. Sein Körper wurde von dem Griff Satans befreit, der diesem für eine Zeit gestattet war.

F.B. Hole