Pars pro toto

Online seit dem 20.08.2010, Bibelstellen: Kolosser 2,11

Pars pro toto ist lateinisch und bedeutet übersetzt: Ein Teil [steht] für das Ganze. Als Beispiel wird in Wikipedia die Beschneidung genannt. Wenn das auch nicht weiter ausgeführt und richtig erklärt wird, so ist das Beispiel doch sehr gut!

Denn darum geht es bei der Beschneidung: Mit dem Messer des Gerichts wurde ein kleiner Teil des Körpers entfernt, das aber deutete das Gericht über den ganzen natürlichen, sündigen Menschen an. Ein Teil steht für das Ganze.

Schon im AT machen verschiedene Stellen deutlich, dass die Beschneidung eine symbolische Bedeutung hat, indem von unbeschnittenen Lippen, Ohren und Herzen die Rede ist (2. Mo 6,12.30; 3. Mo 26,41; 5. Mo 10,16; 30,6; Jer 6,10; 9,25; Hes 44,7).

Im Neuen Testament finden wir die Wirklichkeit: Die Gläubige sind beschnitten worden. Natürlich nicht in einer Beschneidung, die mit Händen geschehen ist, sondern in der Beschneidung des Christus (Kol 2,11).  Die Beschneidung des Christus ist sein Leiden und Sterben am Kreuzen für die Sünde, an die wir „Anteil bekommen“, wenn wir an das Erlösungswerk glauben. Dann gehören wir zur wahren „Beschneidung“ (Phil 3,3),  der „Leib des Fleisches“ ist ausgezogen und wir sind nicht mehr in der „Vorhaut unseres Fleisches“ (Kol  2,11.13). Wir sind keine Sünder mehr und die „Maschinerie“ der Sünde ist Ende gekommen. Der alte Mensch ist, und zwar vollständig, vor Gott richterlich verurteilt worden und wir dürfen dieses Gericht über unser „altes Ich“ dankbar anerkennen und nun jeden Tag im Selbstgericht leben.

Gerrid Setzer