Jonathan (2)

Online seit dem 20.02.2011, Bibelstellen: 1. Samuel 20,16-17; 1. Samuel 20,18-34; 1. Samuel 23,16-18

1. Samuel 20,16–17 (Unsicherheit)

Jonathan schließt mit David verschiedene Bündnisse und lässt David wiederholt bei seiner Liebe zu ihm schwören. Das zeugt von einer schönen Freundschaft – ja. Das zeugt aber auch, dass Jonathan diese Versicherungen brauchte und innerlich nicht frei und fröhlich war.

Christen, die Freundschaft mit der Welt pflegen, sind oft in ihrem Gewissen unruhig. Auch Zweifel an der Liebe des Herrn finden bei ihnen schnell Eingang. Manche von ihnen, die sich in der „Welt verloren haben“, haben sogar die Gewissheit des Heils eingebüßt.

1. Samuel 20,18–34 (Verlust der Gemeinschaft)

Jonathan ging zu dem Fest Sauls, um zu erfahren, was Saul zu dem Fehlen Davids sagen würde. Dort saß er nun, umgeben von solchen, die kein Herz für David hatten! Der Platz Davids, mit dem er gern Gemeinschaft hatte, blieb leer.

Wer nicht mit weltlichen Bindungen brechen will, muss die Gemeinschaft mit dem Herrn einbüßen. Bei den Partys der Welt – mal ganz einfach gesprochen – bleibt der „Platz Christi“ leer.

1. Samuel 23,16–18 (Verlust der Herrschaft)

Jonathan träumte davon, der Zweite nach David in der Herrschaft Israels zu werden. Doch um die Herrlichkeit Davids zu teilen, muss man auch seine Verwerfung teilen.  Dazu war Jonathan nicht bereit.

Wer die Schmach des Christus nicht tragen will, der wird der Verlierer sein. Dem Überwinder aber wird gesagt: „Wer überwindet, dem werde ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, wie auch ich überwunden und mich mit meinem Vater gesetzt habe auf seinen Thron“ (Off 3,21).

1. Samuel 31,1.2 (Niederlage gegen den Feind)

Schließlich wurden Saul und Jonathan auf dem Gebirge Gilboas von den Philistern getötet, während David und seine Männer in Sicherheit waren. Als David über die Gefallenen klagte, brachte er eine wichtige Wahrheit zum Ausdruck: „SAUL und JONATHAN … sind auch in ihrem Tod NICHT GETRENNT“ (2. Sam 1,23).

Wenn wir die Freundschaft der Welt pflegen, werden wir dem Teufel nicht widerstehen können. Er wird dann nicht von uns fliehen, sondern er wird uns überwältigen können.

Darum: Folgen wir dem Herrn entschieden und kompromisslos nach!

[In Anlehnung an „Lessons from the Lives of David & Jonathan“ von Bruce Anstey]

Gerrid Setzer