Herausfordern und beneiden

Online seit dem 08.05.2006, Bibelstellen: Gal 5,26

„Lasst uns nicht voll eitler Ruhmsucht sein, indem wir einander herausfordern, einander beneiden“ (Gal 5,26).

Wenn wir uns einem anderen überlegen fühlen und das ausspielen möchten, werden wir ihn oder sie „herausfordern“. Wir führen dann jemand vielleicht in der Schriftauslegung auf dünnes Eis, sehen den anderen gern einbrechen, und zeigen bei dieser Gelegenheit, wo der Hammer hängt. Doch sind wir dann wirklich strahlende Sieger? Keineswegs. Gottes Wort attestiert uns, dass wir voll eitler Ruhmsucht sind.

Wenn wir uns einem anderen unterlegen fühlen und damit nicht klar kommen, werden wir ein Opfer des Neides. Der nagt und frisst gewaltig. Eingestehen wollen wir uns das natürlich nicht. Aber das Schmollen und das klein karierte Herumkritisieren bei denen, die uns anscheinend irgendwie abgehängt haben – das spricht doch eine deutliche Sprache. Wir können uns nicht herauswinden: Wir sind voll eitler Ruhmsucht.

Lasst uns nicht voll eitler Ruhmsucht sein – das ruft uns der Apostel Paulus heute zu. Weg mit dem törichten Imponiergehabe, weg mit dem kindischen Neid! Das ist sicher leichter gesagt als getan; aber wir haben den Geist Gottes und in seiner Kraft ist es möglich. Die hässlichen Züge der alten Natur verschwinden und die herrliche Frucht des Geistes kommt hervor.

Gerrid Setzer