Schläfrigkeit im Gebet

Online seit dem 25.09.2011, Bibelstellen: Lukas 9,28.32.33; Lk 9,45.50

Der Herr betete auf dem „Berg der Verklärung“ (Lk 9,28), die Jünger aber schliefen (Lk 9,32). Doch Petrus hatte Energie genug, um drei Hütten bauen zu wollen (Lk 9,33). Daraus erkennen wir: Aktiv zu sein, fällt uns relativ leicht, aber zum Gebet sind wir oft zu müde.

Im Garten Gethsemane sehen wir dasselbe: Der Herr kämpfte im Gebet, die Jünger aber schliefen immer wieder ein (Lk 9,45). Doch kurz darauf zog Petrus das Schwert, um zu kämpfen (Lk 9,50). Das Falten der Hände fiel ihm schwerer als das Führen des Schwertes!

Wie anstrengend beten sei kann, sieht man bei Mose. Während seine erhobenen Hände schwer wurden (2. Mo 17), lesen wir bei den im Tal kämpfenden Israeliten von keinen Ermüdungserscheinungen.

Lassen wir uns zu einem anhaltenden und konzentrierten Gebet ermutigen! Sowohl persönlich als auch gemeinsam. Bei dem persönlichen Gebet ist es wichtig, dass wir in Ruhe beten können. Vielleicht hilft es auch, laut oder halblaut zu beten, damit wir bei der Sache bleiben. Bei den gemeinsamen Gebeten sollten wir vor allen Dingen kurz beten – das bringt Frische hinein. Und wenn alle zwei Minuten Amen gesagt wird (weil die Gebet kurz sind), dann ist das auch ein guter Schutz gegen die Schläfrigkeit der Versammelten.

Gerrid Setzer