Reine und unreine Tiere (1)

Online seit dem 27.06.2012, Bibelstellen: 3. Mose 11

In 3. Mose 11 finden wir reine und unreine Tiere. Die unreinen Tiere durften nicht gegessen und ihr Aas nicht berührt werden.

Da wir Christen nicht unter Gesetz stehen, brauchen wir das nicht buchstäblich zu beachten, aber die Vorschriften haben einen bildlichen Sinn und sind zu unserer Belehrung geschrieben worden.

Das, wovon diese Tiere bildlich sprechen, sollen wir uns nicht zu eigen machen – das soll uns nicht prägen. Außerdem sollen wir keine Gemeinschaft mit denen haben, die die entsprechenden Eigenschaften aufweisen.

Einerseits werden Tiere anhand von Merkmalen charakterisiert, andererseits werden Tiere einzeln genannt. So müssen wir böse Dinge (und auch gute Dinge) anhand von Grundsätzen beurteilen, andererseits ist es zuweilen notwendig, Dinge auch beim Namen zu nennen.

Ausdrücklich erlaubt waren:

• Tiere mit gespaltener Hufe und Wiederkäuer (V. 3)
• Fische mit Flossen und Schuppen (V. 9)
• Geflügeltes Gewimmel, das hüpfen kann (V. 21–23)

Die gespaltene Hufe hilft, in unwegsamem Gelände voranzukommen, und das Wiederkäuen führt dazu, die Mahlzeit gut zu verdauen. Das weist auf zwei wichtige Merkmale von Christen hin: Lebenswandel nach dem Wort Gottes und das Nachdenken über das Wort Gottes.

Mit Flossen kann ein Fisch sich gezielt bewegen und gegen den Strom schwimmen. Schuppen schützen ihn vor Verunreinigungen. Christen brauchen Energie, sie sollen sich nicht mit der Masse treiben lassen; gleichzeitig müssen wir uns bewusst sein, dass wir in einer sündigen Welt leben.

Die Heuschrecken unterscheidet sich vom geflügelten Gewimmel darin, dass sie nicht über den Boden krabbeln, sondern sich mit Sprüngen durch die Luft bewegen. So hat ein Christ zwar irdische Beschäftigungen und viele Berührungspunkte mit der Erde, aber er betrachtet doch alles im Licht der Ewigkeit und sinnt nicht auf das Irdische (1. Kor 7,29–31).

Gerrid Setzer