Befreit für Gott (Buchbesprechung)

Online seit dem 18.10.2019, Bibelstellen: Römer 6,14

Befreit für Gott von Karl-Heinz Weber

Wieso sündige ich immer wieder? Warum erlebe ich eine Niederlage nach der anderen? Wie kann ich ein Leben führen, das Gott geweiht ist?

Das Buch Befreit für Gott gibt verständliche Antworten auf diese Fragen. Zugleich ist das Buch eine profunde Auslegung.

Der Autor beleuchtet in diesem Buch ausführlich Römer 5,12–8,3. Dieser Abschnitt aus dem Römerbrief ist nicht einfach zu verstehen, aber er ist sehr wichtig für unser praktisches Christenleben. Denn darin wird gezeigt, wie wir ein glückliches Leben zur Ehre Gottes führen können. Der Apostel Paulus macht klar, dass Christen auf der Basis des Werkes des Herrn Jesus am Kreuz von der Macht der Sünde und von dem Gesetz befreit sind. Wer das verstanden hat und auslebt, wird nicht mehr unter der Knechtschaft der Sünde seufzen müssen, sondern ein siegreiches Christenleben führen.

Die Vers-für-Vers-Auslegung geht auf Vorträge zurück, die sorgfältig überarbeitet wurden. Das Buch kann eine große Hilfe sein, die Belehrungen aus Römer 5–7 besser zu verstehen und ein Leben in Hingabe an Gott zu führen.

Das Taschenbuch umfasst 112 Seiten und kostet nur 5,90 €, als E-Book sogar nur 3,99 €. Es wurde bei der Christlichen Schriftenverbreitung (Hückeswagen) herausgegeben.

Printausgabe:

https://www.csv-verlag.de/nachfolge/12744-befreit-fur-gott-9783892873938.html

E-Book:

https://www.csv-verlag.de/e-books/13787-befreit-fuer-gott-e-book-9783892875611.html

Das Buch enthält auch einige treffende Illustrationen. Zwei Beispiele dazu:

Zunächst möchte ich an einem Beispiel zeigen, dass Rechtfertigung und Vergebung zwei verschiedene Dinge sind: Der Sohn eines gläubigen Christen übertrat oft die Gebote seines Vaters. Der Vater hatte die Angewohnheit, wenn sein Sohn gesündigt hatte, einen Nagel in ein Brett zu schlagen, das an der Wand hing. Wenn nun der Sohn das Vergehen bekannt hatte, vergab ihm der Vater und zog den Nagel wieder heraus. Das ist Vergebung! – In gewissen Abständen aber kam der Opa zu Besuch. Der schaute als Erstes auf das Brett, um die Nägel zu zählen. Manchmal war kein Nagel mehr darin, aber dann zählte er die frischen Löcher: „Sechs!“ Dann sagte er: „So, sechsmal bist du schon wieder ungehorsam gewesen!“ Dem Vater wurde klar, dass es so nicht weitergehen konnte. Deshalb spachtelte er alle Löcher sorgfältig zu und überstrich sie mit weißer Farbe. Das tat er auch mit jedem neu entstandenen Loch. Als der Opa wieder kam, freute er sich, dass kein einziges Loch zu sehen war. Das ist Rechtfertigung! – Rechtfertigung bedeutet, so vor Gott zu stehen, als ob man nie etwas Böses getan hätte.

Dass Christen unter Gnade und nicht unter Gesetz sind (Röm 6,14), wird so erklärt:

Wir sind nicht unter Gesetz, sondern unter Gnade. Mit Knechten macht man einen Vertrag und stellt Bedingungen, damit sie gehorchen. Mit Kindern macht man das nicht. Kinder sind gehorsam aus Liebe. Sie sind nicht unter Gesetz, sondern unter Gnade. Dies möchte ich an einem Beispiel erläutern: Ein englischer Witwer hatte nach dem Tod seiner Frau noch eine Haushälterin. Dieser übergab er eine schriftliche Aufstellung darüber, was sie bei der Betreuung der Kinder und der Haushaltsführung zu beachten hatte. Es waren ganz klare Vorschriften. Das war „unter Gesetz“. Im Laufe der Zeit baute sich zwischen diesen beiden eine Beziehung auf, und der Witwer heiratete diese Frau. Und was tat er dann als Erstes? Er zerriss diesen Zettel. Nun war sie nicht mehr „unter Gesetz“. Aber sie sagte dann nicht: „Nun bin ich frei und brauche nichts mehr zu tun.“ Nein, sondern sie verrichtete all diese Arbeiten aus Liebe zu ihrem Mann besonders sorgfältig und tat sogar mehr als das, was vorher auf dem Zettel stand. Das ist eine Illustration dieser Stelle.

Gerrid Setzer