Das Zeichen für die Ungläubigen

Online seit dem 08.12.2012, Bibelstellen: 1. Korinther 14,28

Daher sind die Sprachen zu einem Zeichen, nicht den Glaubenden, sondern den Ungläubigen; die Weissagung aber nicht den Ungläubigen, sondern den Glaubenden. 1. Korinther 14,22

Das Reden in Sprachen war zu einem Zeichen für die Ungläubigen, besonders für die Juden. Denn die Juden wussten schon aus Jesaja 28, dass Gott in fremden Sprachen zu ihnen reden würde (1. Kor 14,21). 

Dennoch konnten auch die Gläubigen von diesem Zeichen profitieren. Das sehen wir deutlich in Apostelgeschichte 10 und 19 (die gläubigen Juden erkannten an dem Sprachenreden, dass der Geist gegeben worden war). Man mag das vergleichen mit der Evangelisation: Die Botschaft der Buße und des Glaubens an den Herrn Jesus wird den Ungläubigen verkündet – dennoch können auch die Glaubenden davon profitieren und ihr Herz dadurch erwärmen lassen.

Das Weissagen aber ist für die Glaubenden. Ihnen wird zur Erbauung, Ermahnung und Tröstung geredet (was die Ungläubigen so nicht erfahren können). Dennoch können auch die Ungläubigen davon profitieren. Das zeigt Paulus in den Versen 24 und 25: Sie fallen auf die Angesichter und bekennen, dass Gott wirklich in der Mitte der Gläubigen ist.

Der Inhalt des Sprachenredens ist auch etwas, was für Gläubige nützlich ist – wenn das Geredete ausgelegt wird. Denn in Verbindung mit Sprachenreden stehen Geheimnisse Gottes, Offenbarung, Erkenntnis, Weissagung und Lehre (1. Kor 14,2.6). Das Erheben der großen Taten Gottes war natürlich auch für die Ungläubigen relevant (Apg 2,11). 

Gerrid Setzer