Der Obersaal

Online seit dem 22.04.2013, Bibelstellen: Markus 14,12-16

Und er sendet zwei seiner Jünger und spricht zu ihnen:Geht hin in die Stadt, und es wird euch ein Mensch begegnen, der einen Krug Wasser trägt; folgt ihmt, und wo irgend er hineingeht, sprecht zu dem Hausherrn: Der Lehrer sagt: Wo ist mein Gastzimmer, wo ich mit meinen Jüngern das Passah essen kann? Und dieser wird euch ein großes Obergemach zeigen, mit Polstern belegt [und] fertig; und dort bereitet [es] für uns. (Mk 14,13–16)

Das Passahfest war zum Gedächtnis. Schon allein deshalb besteht eine Verbindung zum Gedächtnismahl. In diesem Licht ist es nützlich, einmal zu sehen, was die Schrift von der Räumlichkeit sagt, in der der Herr Jesus mit seinen Jüngern das letzte Passah gefeiert hat.

  • In das Haus geht ein Mann hinein, dem man folgen soll. Die Versammlung ist ein Ort der Wirksamkeit des Heiligen Geistes.
  • Der Mann trägt einen Krug Wasser. Die Versammlung ist ein Ort der Heiligkeit, wo man die Waschung durch das Wort kennt.
  • Es ist sein Gastzimmer, das Zimmer des Herrn. Wir müssen den Gedanken in unserem Herzen verankern, dass alles Christus gehört. Es ist seine Versammlung.
  • Es ist ein Gastzimmer. Das erinnert an den Fremdlingscharakter, den die Versammlung in dieser Welt hat und den sie pflegen soll.
  • Das Zimmer ist groß. Das weist daraufhin, dass wir in einer örtlichen Versammlung ein weites Herz haben sollten – ein Herz, das alle Gläubigen umschließt.
  • Es ist ein Obersaal. Wir denken an die Atmosphäre in einer Versammlung, die nicht irdisch, sondern himmlisch geprägt ist.
  • Der Saal ist mit Polstern belegt. Man kann hier zur Ruhe kommen und sich wohl fühlen. Die belastende Hektik der Welt ist hier nicht gefragt.
  • Der Saal war fertig. Die Jünger brauchten nichts mitzubringen, was für das Mahl nötig war. So können auch wir unsere gut gemeinten Überlegungen beiseitelassen und uns allein auf das verlassen, was der Herr in seinem Wort bereitet hat.

Gerrid Setzer