Wenn jemand stirbt, gibt es Hinterbliebene. Das möchte ich einmal darauf anwenden, dass wir Christen mit Christus gestorben sind. Wer sind hier die „Hinterbliebenen“? Wir könnten sagen:
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Es ist die Sünde. Wir sind der Sünde gestorben (Röm 6,2). Sie hat den Herrschaftsanspruch verloren. Traurig blickt die Sünde gewissermaßen auf uns und sagt: „Jetzt habe ich keine Macht mehr, mich durch diese Person zu offenbaren.“
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Es ist das Gesetz. Wir sind dem Gesetz gestorben (Gal 2,19). Das Gesetz kann uns nicht mehr knechten und unter sein Verdammungsurteil bringen. Durch den Tod sind wir aus dem Geltungsbereich des Gesetzes getreten, denn das Gesetz herrscht über Lebende.
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Es ist die Welt. Wir sind den Elementen der Welt gestorben (Kol 2,20). Die Satzungen und Lehren der Menschen quälen uns nicht mehr, denn wir leben nicht mehr in dem System dieser Welt.
Der Glaubende ist mit Christus gestorben. Das ist eine göttliche Tatsache. Die große Frage ist allerdings, wie viel wir davon verwirklichen.
