Jerusalem!

Online seit dem 02.09.2013, Bibelstellen: Off 21,9-22,5; Jesaja 60

Das Tausendjährige Reich hat zwei Bereiche: die Erde und der Himmel. Auf der Erde ist die Stadt Jerusalem die Metropole. Und im Himmel ist es auch die Stadt Jerusalem. Es gibt ein irdisches Jerusalem und ein himmlisches Jerusalem – und zwischen beiden wird eine enge Verbindung bestehen.

Die Gemeinsamkeiten zwischen beiden Städten sind groß, aber auch die Unterschiede sind auffällig. Hier ein paar Punkte:

  • Beide Städte sind eine Braut, die Braut Christi (vgl. Jes 62,4–5; Off 21,9).
  • Über dem irdischen Jerusalem erscheint die Herrlichkeit Gottes, das himmlische Jerusalem trägt die Herrlichkeit Gottes selbst (Jes 60,1.2; Off 21,11).
  • Das irdische Jerusalem und das himmlische Jerusalem haben jeweils 12 Tore, auf denen die Namen der Söhne Israels stehen (Hes 48,31; Off 21,12).
  • Die Grundlagen der Städte und die Tore bestehen aus den wertvollsten Materialien (Jes 54,11.12; Off 21,19).
  • Beide Städte sind quadratisch angelegt, wobei die Dimensionen sehr unterschiedlich sind. Im irdischen Jerusalem ist eine Seite 4500 Ruten (12,4 km) lang (Hes 48), und im himmlischen Jerusalem 12000 Stadien (2220 km), wie Offenbarung 21,16 zeigt. Beim himmlischen Jerusalem wird zudem eine Höheangabe gemacht – die Stadt ist ein Kubus.
  • Im irdischen Jerusalem spielt der Tempel eine herausragende Rolle (Hes 40,1 ff.). Im himmlischen Jerusalem wird es keinen Tempel geben (Off 21,22), denn alle genießen ausnahmslos die unmittelbare Beziehung zu Gott und dem Lamm.
  • Beide Städte haben Gott zum Licht (Jes 60,19.20; Off 21,23). Dennoch werden nur auf die Erde die Sonne und der Mond ihr Licht werfen.
  • Die Nationen kommen zum Licht des irdischen Jerusalems (Jes 60,3); aber sie wandeln in der Kraft des Lichtes des himmlischen Jerusalems (Off 21,24).
  • Die Tore werden bei beiden Städten nicht geschlossen (Jes 60,11; Off 21,25). Bei dem himmlischen Jerusalem wird aber (im Gegensatz zum irdischen) gesagt, dass es keine Nacht mehr geben wird.
  • Die Nationen kommen in dankbarer Anerkennung des Segens zu den beiden Städten (Jes 60,11; Off 21,26). Bei der himmlischen Stadt kann das aber nur mittelbar geschehen.
  • Sowohl im irdischen Jerusalem als auch im ihimmlischen Jerusalem gibt es einen Strom. Bei der Stadt auf der Erde ist davon die Rede, dass links und rechts neben dem Strom viele Bäume sind; bei der himmlischen Stadt ist nur von einem Baum die Rede. Diese Bäume bzw. dieser Baum trägt ununterbrochen, Monat für Monat, Früchte, und die Blätter dienen zur Heilung (Hes 47,12; Off 22,1–2).
  • Bei der irdischen Stadt ist alles sehr gut, aber es gibt keine Vollkommenheit. So wird das Wasser, das aus dem Heiligtum hervorkommt, nicht alle salzigen Gebiete gesund machen (Hes 47,11). Im himmlischen Jerusalem wird keinerlei Fluch mehr sein (Off 22,3).

Gerrid Setzer