Dreimal kommt das Wort „bitter“ im zweiten Buch Mose vor.[1] Darin liegen Lektionen für uns.
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Das erste Mal wird das Wort „bitter“ in 2. Mose 1,14 genannt, wo gesagt wird, dass die Ägypter das Leben der Israeliten durch einen harten Dienst bitter machten. Das spricht von der Sklaverei der Sünde.
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Dann werden die bitteren Kräuter genannt, die beim Passahmahl nicht fehlen durften (2. Mo 12,8). Das redet davon, dass wir uns erinnern, wie bitter die Leiden des Herrn Jesus um der Sünde willen waren.
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In Mara sind es bittere Wasser. Hier ist es die Lektion, dass solche, die aus der Sklaverei der Sünde befreit worden sind, lernen müssen, dass sie nicht mehr Erfrischung in dieser Welt finden können. Denn alles ist durch den bitteren Geschmack der Sünde verseucht, und das neue Leben schaudert davor zurück. Aber wenn wir das Kreuz Christi in alles hineinbringen (dargestellt in dem Holz aus 2. Mose 15,25) und nur das genießen, was mit dem Kreuz in Übereinstimmung ist (vgl. Gal 6,14), dann wird der Durst der erneuerten Seele gestillt werden können.[2]
In 2. Mose 16 und 17 wird dann die Belehrung fortgesetzt, dass Gottes Volk nicht auf eine „natürliche Weise“ Speise und Trank empfangen kann. Das neue Leben in uns kann nicht aus den Ressourcen der Welt bedient werden. Wir benötigen das, was mit Christus und seinem Werk unmittelbar verbunden ist.
Fußnoten:
- Und zwar in der Elberfelder Übersetzung; die zugrunde liegenden Wörter im Hebräischen sind eng miteinander verwandt, aber nicht exakt gleich.
- Es geht bei dem Kreuz natürlich nicht einfach um einen Gegenstand (den Gegenstand haben wir ohnehin nicht mehr), sondern um das, was dort geschehen ist. Nur so kann man ja verstehen, dass Paulus sich des Kreuzes rühmte (Gal 6,14).
