Gestorben und beschnitten

Online seit dem 01.11.2013, Bibelstellen: Kolosser 2,11; Römer 6,8

Christen sind mit Christus gestorben und sie sind in Christus beschnitten worden (Rö 6,8, Kol 2,11). Beide Male geht es darum, dass wir als Sünder unser Ende vor Gott (der Stellung nach) gefunden haben. Wo also ist der Unterschied zwischen dem, was der Römerbrief, und dem, was der Kolosserbrief vorstellt?

Bei dem Gestorbensein wird betont, dass wir aus einem Zustand herausgebracht worden sind. Wir haben mit der Sünde abgschlossen durch den Tod – und sollen nun auch entsprechend leben, getrennt von der Sünde. Im Bild gesprochen: Ägypten wurde verlassen und das Alte der Sklaverei darf nun ganz der Vergangenheit angehören. Es wird nun „in Neuheit des Lebens“ gewandelt und der Blick auf das Land gerichtet.

Bei der Beschneidung wird betont, dass unser alter, sündiger Zustand von Gott verurteilt werden musste. Gott musste das Gericht über das Fleisch bringen (und er hat es in Christus am Kreuz getan). Wir sollen das nun in der Praxis entsprechend „berücksichtigen“, indem wir nun auch das Fleisch, sobald es sich regt, streng verurteilen und richten. Im Bild gesprochen: Bevor das Land Kanaan erobert werden kann, bevor der Himmel unsere Gedanken füllt, müssen die Glieder auf der Erde getötet werden (Kol 3,5).

Gerrid Setzer