Das Leben Jakobs (05) - Sein Sohn Joseph

Online seit dem 03.05.2014, Bibelstellen: 1. Mose 37; 42-43; 45

Eine Gruppenarbeit 

Fragen

Gruppe 1 (1. Mose 37)

1.) Wie ist das Verhalten von Jakob seinem Sohn Joseph gegenüber zu bewerten: dass er ihn mehr geliebt hat; dass er ihm ein besonderes Kleid gemacht hat; dass er ihn getadelt hat; dass er sein Wort bewahrt hat; dass er Joseph zu seinen Brüdern gesendet hat?
2.) Das, was Jakob hier als Vater getan hat, hat er auch schon als Sohn erlebt. Was denn?
3.) Was hat Galater 6,7 mit diesem Kapitel (und mit der Geschichte Jakobs zu tun) zu tun?
4.) Was kann man aus dem Kapitel für das eigene Verhalten lernen?

Gruppe 2 (1. Mose 42 – 43)

1.) Wie ist zu bewerten, dass Jakob seine Söhne nach Ägypten sandte, aber Benjamin zurückgehalten hat, sogar dann, als es vom Herrscher von Ägypten ausdrücklich gefordert wurde? (1. Mose 42)
2.) Welche zwei große Schwächen Jakobs stehen hinter seinem Verhalten? Nenne weitere Beispiele für diese Schwächen.
3.) Wie ist zu bewerten, was Jakob sagte, als er dann doch seinen Sohn Benjamin nach Ägypten gehen ließ? (1. Mose 43)
4.) Was kann man aus den Kapiteln für das eigene Verhalten lernen?

Gruppe 3 (1. Mose 45)

1.) Was ließ Joseph seinem Vater Jakob ausrichten und was sandte er ihm zu?
2.) Warum glaubte Jakob, dass Joseph gestorben war (1. Mose 37), aber hier (zunächst) nicht, dass er lebe?
3.) Jakob sprach davon, dass er Joseph sehen wollte, ehe er stürbe – aber wie lang lebte Jakob noch in Ägypten? (Siehe 1. Kap 47)
4.) Was kann man aus dem Kapitel von Jakob für das eigene Verhalten lernen?


Antworten

Gruppe 1

1.) Die Bevorzugung von Joseph war nicht gut. Dass er ihn getadelt hat, weil Joseph so freimütig von den Träumen erzählt hat, ist nachvollziehbar. Allerdings war der Traum von Gott. Und deshalb war es gut, dass Jakob nachhaltig über diese Worte nachdachte. Gut war auch, dass er um seine Söhne besorgt war und Joseph zu ihnen gesandt hat, obgleich es auch ein wenig leichtsinnig war.
2.) Er hat erlebt, dass es in seinem Haus Lieblingskinder gab. Er hat nichts daraus gelernt, und macht denselben Fehler. – Er betrog seinen Vater mit Fell und mit einem Ziegenbock, jetzt wird er selbst mit einem Fell und dem Blut des Ziegenbockes betrogen.
3.) In der Geschichte Jakobs sehen wir die Regierung Gottes. Das, was ein Mensch sät, muss er ernten. So wurde der Betrüger Jakob von seinen Söhnen, von Laban betrogen etc.
4.) Eltern sollen keine Lieblingskinder haben. – Wir müssen mit Neid richtig umgehen. – Unsere Taten haben Folgen, die unseren Taten entsprechen. Wer Gutes tut, erfährt Gutes, und wer Böses tut erfährt Böses. – Worte besonnen wählen, nicht hochmütig sein. – Sich für andere einsetzen (Ruben) etc.

Gruppe 2

1.) Das war nicht gut. Es war ein Ausdruck von Misstrauen seinen anderen Söhnen gegenüber.
2.) Er war zu ängstlich und zu sehr mit nur einem Sohn (seinem Lieblingssohn) beschäftigt. Er war zum Beispiel auch ängstlich, als es um die Begegnung mit Esau ging. Und er hatte vorher Joseph als Lieblingssohn bevorzugt.
3.) Das war gut. Aber es blieb ihm auch nichts anderes übrig. Insofern schimmert durch seine Wort Resignation.
4.) Nicht so ängstlich und pessimistisch sein.

Gruppe 3

1.) Er sandte folgende Worte zu ihm: 1. Mose 45,9–11.13. Er sandte folgende Dinge zu ihm: 1. Mose 45,22.23.

2.) Wir haben die Neigung, negative Dinge eher zu glauben als positive. Das liegt an unserem negativen Denken.

3.) 17 Jahre. Siehe 1. Mose 47,28.

4.) Hoffnung nicht aufgeben, solange eine Sache noch nicht abgeschlossen ist. – Darauf vertrauen, dass Gott für uns sorgen wird. Wir brauchen uns nicht zu sorgen, was wir essen und anziehen sollen – denn auch Jakob wurde von Joseph mit Essen und Kleidung versorgt.

Gerrid Setzer