Der Glaube und das Rote Meer

Online seit dem 06.07.2014, Bibelstellen: Hebräer 11,30

Durch Glauben gingen sie durch das Rote Meer wie durch trockenes Land, welches die Ägypter versuchten und verschlungen wurden.

Zunächst glaubte das Volk gar nicht so sehr, doch dann setzte sich der Glaube gegen alle Zweifel durch. Und sie brachen auf Richtung Meer und gingen dann in das Meer hinein, was sicher furchterregend war und wie ein Grab aussah.

Der Glaube stützt sich auf eine Verheißung und geht zuversichtlich voran, den Befehl des Herrn umsetzend (2. Mo 14,13–15). Aber die Frechheit des Fleisches ist etwas ganz anderes, auch wenn es sehr ähnlich aussieht. Die Ägypter hatten keine Verheißung und gingen trotzdem ins Wasser hinein – und das Gericht ereilte sie. Die Ägypter hatten die Söhne der Israeliten ins Wasser werfen lassen und sie kamen nun selbst im Wasser um. Sie erkannten, als sie mitten im Meer waren, dass der HERR gegen die Ägypter stritt, aber es war zu spät, umzukehren. Es erfüllte sich an ihnen Sprüche 9,8: Der Gottlose tritt an die Stelle des Gerechten.

Bei dem Passahfeier gab es eine äußere Unterscheidung zwischen den Ägyptern und den Israeliten. Hier beim Roten Meer gingen die Ägypter denselben Weg wie die Israeliten, doch das nütze ihnen nichts. Die Erstgeburt, die Kraft Ägyptens (bildlich), kam in den zurückkehrenden Fluten um. Die Heeresmacht war, ebenso die Kraft Ägyptens (tatsächlich), kam um.

Wer Christ wird, geht den Weg der Rettung. Wer es aber nur äußerlich tut, ohne wirklich gerufen zu sein und ohne wirklich zu glauben, der wird gerichtet werden und sich für sein falsches Bekenntnis zu verantworten haben. „Ich will dir folgen, wohin irgend du gehst“, wird nichts nützen, wenn die Basis des Glaubens fehlt. Wenn man sich taufen lässt, wovon das Rote Meer ein Bild ist, ohne zu glauben, dann wird man im Gericht verschlungen werden. Man kann sich nicht von der Welt trennen, wenn man noch zu ihr gehört. Man kann nicht den Glaubensweg gehen, wenn man keinen Glauben hat.

Die toten ägyptischen Soldaten am Ufer des Roten Meeres sind eine Warnung bis heute, die Sache des Glaubens ernst zu nehmen.

Gerrid Setzer