Vier Motivationen, das Evangelium weiterzutragen (01)

Online seit dem 23.10.2014, Bibelstellen: 2. Kor 5,11

Jeder Mensch, der im Glauben und Buße zum Herrn Jesus kommt, wird errettet werden. Doch damit es dazu kommt, ist es erst einmal notwendig, dass die Menschen das Evangelium hören. „Wie aber werden sie hören ohne einen Prediger“ (Rö 10,14)? – Wir wollen uns im Folgenden vier Punkte anschauen, die uns motivieren, das Evangelium weiterzugeben.

1. Motivation: Der Schrecken des Herrn (2. Kor 5,11)

Es ist eine ernste Tatsache, dass alle Menschen – ohne Ausnahme – vor dem Richterstuhl des Christus erscheinen müssen.

Alle, die den Herrn Jesus als ihren Retter angenommen und somit Vergebung ihrer Sünden erfahren haben (1. Joh 1,9; Eph 1,7), brauchen nichts mehr zu befürchten, denn „wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet“ (Joh 3,17).

Was ist aber mit denen, die Jesus Christus als ihren Herrn und Retter in ihrem Leben abgelehnt haben? Sie werden eines Tages als Sünder vor Christus, dem Richter, stehen. In der für sie dann extra einberufenen Gerichtssitzung (Off 20,11–15) wird der Herr Jesus ihnen anhand ihrer Werke beweisen, dass sie das gerechte Gericht Gottes verdient haben. Außerdem ist entscheidend, dass ihr Name nicht im Buch des Lebens steht.

Direkt im Anschluss daran wird das Urteil ausgeführt. Über den Ort, an den diese Menschen dann kommen werden, und wie es ihnen dort ergehen wird, berichtet uns die Bibel an verschiedenen Stellen. Es ist ein Ort

·      der absoluten Schande, des Verderbens (Lk 12,4–5) und der Abscheu (Dan 12,2);

·      der unsagbaren Schmerzen, ohne Hoffnung auf Linderung (Mt 18,8–9; Lk 16,24–25; Off 19,20; 20,10.14.15; 21,8); die Bibel spricht von „ewigem Feuer“ (Mk 9,43–48) – das Leiden hört nie auf; auch lesen wir vom „Feuersee“ – das Leiden wird überall empfunden (Off 20,11.12);

·      der absoluten Finsternis, an dem nichts Angenehmes zu sehen ist (Mt 8,12; 22,13); in der Hölle wird alles nur deprimierend und hoffnungslos sein;

·      des Weines und des Zähneknirschens (Lk 13,28); dort wird totale Verzweiflung und Enttäuschung herrschen, rasende Wut und Verbitterung – darüber, dass man selbst Schuld daran ist, an diesem Ort zu sein;

·      ohne Ruhe (Off 14,10.11);

·      ohne Gott; alles was Menschen jetzt noch von Gott bekommen und erfahren dürfen – Barmherzigkeit, Liebe, Güte, Gnade, Trost – ist dort nicht zu finden (2. Thes 1,9).

Und das ist die „Endstation“. Hier werden die, die Jesus Christus abgelehnt haben, ewig sein. Wenn wir hier auf der Erde schwere Zeiten durchleben müssen, haben wir immerhin noch die Hoffnung, dass sie irgendwann zu einem Ende kommen werden. Doch diese Aussicht gibt es in der Hölle nicht. Sie ist endlos, man kann sie nicht mehr verlassen, wenn man einmal dort angekommen ist.

Die Bibel lässt uns also nicht im Unklaren über das Teil derer, die den Herrn Jesus abgelehnt haben. Jeder Mensch, der nicht mit Gott versöhnt ist, geht auf dieses Gericht zu. Deshalb, „da wir nun den Schrecken des Herrn kennen, überreden wir die Menschen“ (2. Kor 5,11). Wenn Gott es seinem eigenen Wesen des Lichtes auch schuldig ist, dieses Gericht an solchen auszuführen, die nicht glauben wollten, so will Er doch nicht, dass der Sünder verloren geht (vgl. 1. Tim 2,4). In Übereinstimmung damit dürfen und müssen wir die Menschen warnen und ihnen zeigen, wie sie errettet werden können. Dabei legen wir eine gewisse Dringlichkeit an den Tag, überzeugen sie (Apg 18,4) und reden ihnen ernstlich zu (Apg 13,43). Das beinhaltet viel Mühe, Ausdauer und Geduld.

Friedemann Werkshage