Alter und neuer Mensch

Online seit dem 11.06.2015, Bibelstellen: Römer 6; Epheser 2; 4; Kolosser 3

Wir lesen im Neuen Testament dreimal vom „alten Menschen“ und vom „neuen Menschen“.

Was ist der „alte Mensch“? Es ist das, was einen Sünder ausmacht. Es geht um die bösen Eigenschaften der Nachkommen Adams, die personifiziert dargestellt werden.

Der „neue Mensch“ ist das, was die kennzeichnet, die dem Herrn Jesus angehören und seine Wesenszüge tragen. Glaubende haben sein Leben und seinen Geist und stellen deshalb Christus dar.

Gott hat mit dem alten Menschen, mit dem Sündertum, am Kreuz auf Golgatha abgerechnet. Deshalb wissen wir, dass unser alter Mensch mit Christus gekreuzigt wurde. Wirksam wurde das für uns, als wir zum Glauben gekommen sind. Da haben wir uns von dem Sünderleben distanziert, und Gottes Wort sagt, dass wir den „alten Menschen“ ausgezogen haben.

Der neue Mensch wurde geschaffen, als der Heilige Geist auf die Erde kam und in denen Wohnung nahm, die das Auferstehungsleben des Herrn haben. In den Glaubenden wird nun Christus, der nicht mehr hier ist, sichtbar. Das gilt sowohl für die Gesamtheit der Erlösten als auch für den Einzelnen. Als wir zum Glauben gekommen sind, haben auch wir den neuen Menschen angezogen.

Wir stehen nun nicht mehr als Sünder vor Gott, das macht nun nicht mehr unser Wesen aus. Wir sind nun solche, die eine ganz neue Wesensart bekommen haben. So sieht Gott es, und das ist unsere Stellung. Inwiefern wir das nun verwirklichen, inwiefern wir danach leben, das ist eine andere Sache. Wir sind keine Sünder mehr, aber wir können wie Sünder leben. Wir sind nun in Christus, aber wir können so leben, wie es nicht zu Christus passt.

Gerrid Setzer