Niemals zur Erkenntnis der Wahrheit kommen

Online seit dem 13.04.2016, Bibelstellen: 2. Timotheus 3,6.7

Frage: Von den „Weiblein“ in 2. Timotheus 3,6.7 wird gesagt, dass sie immerdar lernen und niemals zur Erkenntnis der Wahrheit kommen können. Warum können sie das nicht? Gott will doch, dass alle Menschen errettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen (1. Tim 2,4).

Antwort: Diese Menschen, die schwach und gefühlsbetont sind, haben viel Schuld auf sich geladen und werden von ihren Begierden gesteuert. Sie sind zwar bereit, sich belehren zu lassen, damit sie ein glücklicheres Leben führen können und ihre innere Leere ausgefüllt wird. Aber sie wollen nicht mit ihren Sünden brechen, von ihren Begierden nicht lassen. Mit dieser Gesinnung kann man niemals die Wahrheit erkennen – auch nicht bei täglichem Bibelstudium. Wer ein Knecht der Sünde bleiben will, wird die Wahrheit, die freimacht, nicht verstehen (Joh 8,32).

Viele Juden zurzeit des Herrn Jesus erforschten eifrig die Schriften des Alten Testamentes und glaubten doch nicht den Worten des Sohnes Gottes (Joh 5,39). In Johannes 5,44 fragt der Herr sie: „Wie könnt ihr glauben, die ihr Ehre voneinander nehmt und die Ehre, die von Gott allein ist, nicht sucht?“ Sie konnten nicht glauben, weil sie Ehre bei Menschen und nicht bei Gott suchten. Mit dieser Gesinnung des Hochmuts blieb ihnen der Blick auf die Wahrheit verstellt. Wer groß sein will, passt nicht durch die enge Pforte der Buße.

Jeder, der sich vor Gott demütigt und mit seinen Sünden brechen will, kann die Wahrheit des Wortes Gottes erkennen.

Gerrid Setzer