Für Gott geweiht

Online seit dem 14.11.2006, Bibelstellen: 3. Mose 8,22-24; 1. Korinther 6,20

„Und er schlachtete ihn [den Widder der Einweihung], und Mose nahm von seinem Blut und tat es auf das rechte Ohrläppchen Aarons und auf den Daumen seiner rechten Hand und auf die große Zehe seines rechten Fußes. Und er ließ die Söhne Aarons herzunahen, und Mose tat von dem Blut auf ihr rechtes Ohrläppchen und auf den Daumen ihrer rechten Hand und auf die große Zehe ihres rechten Fußes; und Mose sprengte das Blut an den Altar ringsum“ (3. Mose 8,22–24).

Bei der Priesterweihe wurde das Blut des Opfers an das rechte Ohrläppchen getan, an den Daumen der rechten Hand und an den großen Zeh des rechten Fußes.

Bei dem Ohr denken wir daran, auf wen wir hören und was wir hören. Es ist auch ein Symbol des Gehorsams (siehe Psalm 40,7–9). Wem wir jemand unser Ohr leihen, sollten wir uns die Frage stellen, ob das in Überstimmung damit geschieht, das Christus sein Blut für uns gegeben hat. An unseren Ohren befindet sich gewissermaßen das Blut Christi – und deshalb sollte uns pünktlicher Gehorsam kennzeichnen.

Auch an den Daumen der rechten Hand des Priesters wurde das Blut angebracht. Die rechte Hand spricht von Kraft und Geschicklichkeit (2. Mose 15,6.12; Prediger 10,2). Der Daumen ist der wichtigste Finger an der Hand und gerade durch ihn wird der Unterschied zur Tatze und Pranke eines Tieres markiert. Alles, was wir tun, alles, was wir arbeiten, soll im Blick darauf geschehen, dass das heilige Blut des Lammes Gottes für uns vergossen worden ist. Wir eifrig würden wir sein, wenn wir mehr daran dächten!

Der große Zeh des rechten Fußes wurde ebenfalls mit Blut versehen. Die Füße sprechen von den Wegen, die ein Mensch geht. Von Natur aus sind die Füße des Menschen schnell, Blut zu vergießen; Verwüstung und Elend ist auf den Wegen der Sünder (Römer 3,15–16). Aber wer sich bewusst ist, dass er nicht mehr sich selbst gehört, weil Christus ihn erkauft hat (1. Korinther 6,20) – auf den wird das Wort aus Römer 10,13 zutreffen: „Wie lieblich sind die Füße dessen, die das Evangelium des Guten verkündigen“ (Römer 10,15).

Das darf unser Motto sein:

Höre auf Gott!

Handle für Gott!

Geh mit Gott!

Gerrid Setzer