Das Gericht des Teufels und der Fallstrick des Teufels

Online seit dem 14.01.2017, Bibelstellen: 1. Timotheus 3,2-7

„Der Aufseher nun muss untadelig sein, … nicht ein Neuling, damit er nicht, aufgebläht, ins Gericht des Teufels verfalle. Er muss aber auch ein gutes Zeugnis haben von denen, die draußen sind, damit er nicht in Schmach und in den Fallstrick des Teufels verfalle“ (1. Tim 3,2–7).

Gemäß diesem Bibelvers müssen zwei wichtige Dinge beachtet werden, wenn es um solche geht, die nach einem Aufseherdienst in einer örtlichen Versammlung trachten; und es werden zwei Gefahren genannt, die drohen, wenn diese Qualifikationen missachtet werden. Ein Aufseher durfte unter anderem kein „Neuling“ sein, „damit er nicht, aufgebläht, ins Gericht des Teufels verfalle“. Das mit „Gericht“ wiedergegebene Wort meint eher den Anklagegrund, aufgrund dessen das Gericht ausgeübt wurde (vgl. Lk 23,40; 24,20; etc.).

Dieser Abschnitt gibt daher einen bemerkenswerten Einblick in den Grund für den Fall des Teufels. Er war aufgebläht vor Stolz, verleitet entweder durch die Stellung, die er bekleidete, oder durch seine eigene Schönheit und Exzellenz (vgl. Hes 28,11–17), und verfiel aus diesem Grund dem Gericht. Der Geist Gottes warnt uns, dass ein Neuling in derselben Gefahr steht, wenn er ein solches Amt in der Versammlung bekleidet. Er könnte sich vor Stolz aufblähen und fallen, wie der Teufel gefallen ist.

Zweitens musste der Aufseher „ein gutes Zeugnis haben von denen, die draußen sind, damit er nicht in Schmach und in den Fallstrick des Teufels verfalle“. Die Bedeutung hier ist eine ganz andere. Wenn jemand, der den Platz der Aufsicht in der Versammlung einnahm, kein gutes Zeugnis von denen hatte, die draußen waren, würde er sehr bald Schmach auf sich ziehen, nicht so sehr für den Namen Christi, sondern viel mehr für seinen schlechten Ruf; und Satan würde nicht zögern, dies als Schlinge zu benutzen, um ihn zu Fall zu bringen. 

Wie oft wurden diese beiden Gefahren in der Versammlung Gottes beobachtet! Wir sollten daraus lernen, niemals, auch nicht unter irgendeinem Vorwand, von diesen klaren und guten Belehrungen des Wortes Gottes abzuweichen.

Edward Dennett