Gericht über Moab

Online seit dem 14.11.2016, Bibelstellen: Jeremia 48,10

Jeremia 48,10: Verflucht sei, wer das Werk des Herrn lässig treibt, und verflucht, wer sein Schwert vom Blut zurückhält.

Im Zusammenhang mit obigem Vers, den Gott an diejenigen richtete, die er zum Gericht der Moabiter gebrauchte, wollen wir drei Fragen beantworten:

  • Wer waren die Moabiter?
  • Warum gebietet der Herr das Gericht so drastisch?
  • Was bedeutet das für uns heute?

Die Moabiter waren Nachkommen des Moab, der von Lot und seiner ältesten Tochter gezeugt wurde, nachdem Lot und seine Töchter aus Sodom entkommen waren (1. Mose 19,37). Das Land Moab grenzte an Israel. Die Bewohner dieses Landes waren Götzendiener wie auch die meisten Nachbarvölker der Israeliten.

In Jeremia 48 wird der Untergang dieses Volkes prophezeit. Wie die Zeit gezeigt hat, geschah dies durch heidnische Völker aus dem „Morgenland“ (Hesekiel 25,10). Und diesen heidnischen Völkern wurde die Zerstörung Moabs in drastischer Weise, verbunden mit einer göttlichen Drohung, angeordnet.

Der Grund für die Ankündigung der Vernichtung Moabs ist in ihrem Fehlverhalten zu sehen, denn sie waren selbstgefällig (Jeremia 48,11), stolz (Jeremia 48,29) und Götzendiener des Kamosch (Jeremia 48,7). Sie waren in Gottes Augen also absolut böse und deshalb sollte Moab gänzlich ausgelöscht werden, so wie auch Sodom und Gomorra (Zephanja 2,8.9).

Wir können dem Gelesenen nun mehreres entnehmen: Wir erkennen, dass Gott nicht nur über sein himmlisches und sein irdisches Volk frei verfügen kann, sondern dass er auch allen anderen nach seinem Belieben gebietet.

Sein Wille soll auch nicht lässig befolgt werden. Wer ihn ehren will, befolgt seinen Willen eilig und vollständig.

Und auch hier erkennen wir wieder die Heiligkeit Gottes, die Böses nicht dulden kann. Die Sünden Moabs waren schlimm und sie hatten auch Einfluss auf das Volk Israel (Offenbarung 2,14). Daher gilt einmal mehr, dass wir unseren Umgang und uns selbst prüfen sollten, um unseren Wandel zu heiligen.

Marc Schultz