Wie Sodom und Gomorra

Online seit dem 29.01.2017, Bibelstellen: 1. Mose 19

In unserem Kulturkreis wurde und wird der Ausdruck „Wie Sodom und Gomorra“ vereinzelt noch verwendet, um die moralische Verderbtheit einer Sache zum Ausdruck zu bringen. Oft ist dieser Ausdruck aber auch nicht mehr bekannt oder wird nur noch ironisch verwendet. Beispielsweise stört sich jemand an einem Fehlverhalten und ein anderer beschwichtigt ihn, indem er überspitzt sagt: „Das ist ja wie Sodom und Gomorra“ –  um den Vorfall durch Übertreibung zu relativieren.

Doch wovon sprechen Sodom und Gomorra und was haben diese Städte der Christenheit heute zu sagen?

Diese beiden Städte sprechen von der tiefen moralischen Sünde, in die Menschen durch ihr Fleisch unter Einfluss des Teufels kommen können. Dies ist umso mehr relevant, da es sich nicht um einzelne Personen, sondern um ganze Städte handelte.

Die Sünde dieser Städte waren Hurerei und Sodomie (s. Judas 7). In 1. Mose 19,4–9 finden wir außerdem Vergewaltigung, Homosexualität und Gewalttat. Auch berichtet die Bibel von Stolz und Überfluss, aber mangelnder Fürsorge für die Armen (s. Hesekiel 16,49).

Die Sünde dieser Städte war so groß, dass Gott sie vernichten musste. Und so wird es auch am Ende der Zeit sein: Die Sünde dieser Welt ist schon heute in Gottes Augen unfassbar schlimm, doch sie wird noch zunehmen, bis der Herr Jesus zum Gericht kommt (Lukas 17,29.30).

Das, was sich in Sodom und Gomorra zeigte, ist durch starke Liberalisierung im Bereich der Sexualität einerseits (hier sei beispielsweise Gendermainstreaming angeführt), andererseits aber durch eine Gegenbewegung in Form von Radikalisierung und damit einhergehender Gewalt (z.B. der Vormarsch des Islam) heute wieder zu sehen. Und das könnte uns vielleicht sogar erschrecken. Doch aus Gottes Wort dürfen wir wissen, dass dies letztendlich auf etwas Großartiges hindeutet.

Denn so furchtbar die Sünde dieser beiden Städte war und so finster wie es in der Welt inzwischen geworden ist – Sodom und Gomorra bedeuten für uns, dass unser Herr nicht ausbleiben wird. Wir erkennen an den „Zeichen der Zeit“, dass es nicht mehr lange dauert, bis er wiederkommt. Ob wir es zu Lebzeiten noch erleben oder nicht – er wird bald kommen.

Marc Schultz