Ein Gericht Linsen

Online seit dem 28.01.2016

Oft verurteilen wir Esau, weil er das hohe Privileg des Erstgeborenen für ein Linsengericht an seinen Bruder Jakob verkaufte (s. 1. Mose 25,29–34). Wie lächerlich gering war dieses Essen im Angesicht der Privilegien, die er dafür aufgab (s. 5. Mose 21,17).

Doch wie oft gleichen wir diesem Esau: Für ein bisschen Spaß, für ein bisschen Vergnügen, für ein bisschen Erleichterung oder für Garnichts stellen wir Sünde zwischen uns und unserem Gott und Vater – in dessen Heilige Nähe uns der Herr Jesus gebracht hat. Wir genehmigen uns eine kleine Sünde und lassen so zu, dass unsere Freude am Heil und unsere Beziehung zum Vater gestört sind.

Esau hatte sein Erstgeburtsrecht durch seinen Schwur für immer verwirkt. Doch wie herrlich: Unsere (praktische) Beziehung mit Gott kann durch Bekenntnis und Buße jederzeit wiederhergestellt werden. Selbst die schwerste Sünde wird durch aufrichtige Buße überwunden – David gibt uns ein gutes Beispiel (s. Psalm 51).

Marc Schultz