Jakob und der Wille Gottes

Online seit dem 30.11.2006, Bibelstellen: 1. Mose 30,25; 1. Mose 31,1-2; 1. Mose 31,3

Jakob war lange Zeit in einem fremden Land bei Laban gewesen. Gott hatte ihm, bevor er dorthin kam, gesagt, dass er nach Kanaan zurückkehren würde (1. Mose 28,15). Nur: Wann sollte das genau sein? War der Tag der Rückkehr schon gekommen und lag er noch vor ihm? Solche Fragen bewegten Jakob gewiss, als er in Paddan-Aram war (1. Mose 30).

Auch wir haben Fragen. Wir ahnen oder wissen vielleicht, dass wir z.B. einen bestimmten Ort verlassen sollen – aber ist der Tag schon gekommen? Das ist die große Frage.

Ein Blick in das Leben Jakobs kann uns helfen:

Jakob verspürte den Wunsch, in sein Land und an seinen Ort zu ziehen (1. Mose 30,25). Man mag das schwer in Worte kleiden können, aber Gott ist es, der uns in Wünsche und Gedanken hervorrufen kann, die seinem Willen entsprechen.

Der Wind blies Jakob in dieser Zeit in Paddan-Aram entgegen (1. Mose 31,1–2). Das machte Jakob deutlich, dass seine arbeitsreiche Zeit dort abgelaufen war. Die Umstände begünstigten diesen Gedanken deutlich. Wir sollen uns gewiss nicht durch Umstände leiten lassen, aber wir dürfen doch sehen, wie Gott wirkt.

Drittens empfing Jakob ein Wort von Gott (1. Mose 31,3). Dieses Wort war so definitiv, dass damit die Sache natürlich sofort entschieden war. Wir hören heute keine vernehmbare Stimme, doch legt der Geist Gottes uns bestimmte Bibelworte aufs Herz, die uns klar machen sollen, was seine Gedanken sind.

Also: Wenn du einen klaren Wunsch im Herzen hast, die Umstände sich dementsprechend entwickeln und dir ein Wort Gottes nicht mehr aus dem Sinn geht – wirst du dann fehl gehen, einen bestimmten Weg zu gehen?

Gerrid Setzer