Neugeburt - Fragen und Antworten

Online seit dem 02.11.2017, Bibelstellen: Johannes 3

Menschen, die an den Herrn Jesus glauben, bekommen neues, ewiges Leben geschenkt. Dieses Leben wird durch die Neugeburt in der Seele bewirkt.

Die wichtigste Belehrung darüber finden wir aus dem Mund des Herrn Jesus selbst in dem Gespräch mit Nikodemus (Johannes 3). Die nachfolgenden Fragen beziehen sich im Wesentlichen auf dieses Kapitel.

Fragen

1.) Warum kam Nikodemus bei Nacht zu Jesus, und was wollte er offenbar von ihm (Joh 3,1.2)?
2.) Was bedeutet es, das Reich Gottes zu sehen, und was bedeutet es, in das Reich Gottes einzugehen (Joh 3,3.5)? Warum muss man dazu von neuem geboren sein?
3.) Was ist mit dem Wasser und was mit dem Geist gemeint, die zur Neugeburt notwendig sind (Joh 3,5)?
4.) Was bedeutet diese Aussage: Was aus dem Fleisch geboren ist, ist Fleisch; und was aus dem Geist geboren ist, ist Geist (Joh 3,6)?
5.) Die Neugeburt bzw. der von neuem Geborene wird mit dem Wind verglichen. Wie könnte man diesen Vergleich erklären (Joh 3,7.8)?
6.) Warum sollte Nikodemus als Lehrer Israels die Belehrung über die Neugeburt kennen – wo finden wir dazu etwas im Alten Testament?
7.) Woran kann man erkennen, dass Nikodemus zu dem Zeitpunkt, als das Gespräch geführt wurde, noch nicht von neuem geboren war?
8.) Welche Bibelstellen machen deutlich, dass er später von neuem geboren wurde?
9.) Wenn sündige Menschen Anteil an Gottes Reich bekommen sollen, dann muss erstens ein Werk in ihnen geschehen, und zweitens musste ein Werk für sie geschehen. Ordne diese beiden Aussagen zwei Versen aus Johannes 3 zu.

Antworten

1.) Er fürchtete sich vor den anderen Pharisäern (vgl. Joh 9,22; 12,42; 19,39). Er wollte gewiss Belehrung über das Reich Gottes haben, wobei er dabei sicher an die äußere Herrschaft und den Glanz dieses Reiches dachte.
2.) Das Reich Gottes zu sehen bedeutet, den wahren Charakter des Reiches Gottes verstehen und genießen zu können. In dieses Reich einzugehen bedeutet, an den inneren Segnungen des Reiches Anteil zu bekommen. Die gefallene menschliche Natur ist nicht passend für Gott und sein Reich.
3.) Das Wasser ist ein Bild des Wortes Gottes (Joh 15,3; Eph 5,26). Mit dem „Geist“ ist hier die Person des Heiligen Geistes gemeint.
4.) Was aus dem sündigen Menschen hervorgeht, kann nur einen sündigen Charakter haben (vgl. Hiob 14,4; Ps 51,5). Was aus dem Geist Gottes hervorkommt (das ist das neue Leben), trägt den geistlichen Charakter seiner Quelle.
5.) Der Wind ist von den Menschen unabhängig, unsichtbar, nicht zu berechnen und nicht zu erklären. Wo Gott neues Leben wirkt, kann man nicht vorhersehen, beeinflussen, wahrnehmen und analysieren.
6.) Eine sehr deutliche Stelle finden wir In Hesekiel 36,23–29, wo die „Waschung der Wiedergeburt“ beschrieben wird.
7.) Seine Fragen machen sehr deutlich, dass er ein „natürlicher Mensch“ war, der nicht annimmt, was des Geistes Gottes ist. Außerdem schämt er sich noch der Person des Herrn.
8.) Später aber macht Nikodemus sich mit dem gestorbenen Christus eins, nachdem er vorher schon eine Lanze für den lebenden Christus brechen wollte (Joh 19,39; 7,50).
9.) Man muss von neuem geboren werden, und Christus musste für uns auf das Kreuz erhöht werden (Joh 3,7.14).

Gerrid Setzer